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Automatisiertes Fahren Semcon entwickelt lächelndes Fahrzeug

Redakteur: Wolfgang Sievernich

Bei fahrerlosen Autos fällt der Blickkontakt zwischen Fußgängern und Fahrern weg. Über ein Display in der Fahrzeugfront soll das Auto künftig mit der Außenwelt kommunizieren.

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Mit dem lächelnden Auto soll die Kommnunikation zwischen Umgebung und autonomem Fahrzeug künftig leichter werden.
Mit dem lächelnden Auto soll die Kommnunikation zwischen Umgebung und autonomem Fahrzeug künftig leichter werden.
(Bild: Robin Aron)

Prognosen zufolge sollen bereits im Jahr 2020 ganze 10 Millionen Autos automatisiert auf der Straße unterwegs sein. Laut einer internationalen Befragung, die der Elektronikhersteller Semcon in Kooperation mit dem Befragungsunternehmen Inizio durchgeführt hat, suchen acht von zehn Befragten Blickkontakt mit dem Fahrer, bevor sie über die Straße gehen. Dem fahrerlosen Auto misstrauen dagegen 47 Prozent der Befragten.

Interaktion zwischen Fahrzeug und Umgebung

Da das fahrerlose Auto künftig die Kommunikation mit der Außenwelt übernehmen soll, sind bekannte vertrauensunterstützende Signale wichtig einen Dialog zwischen Fahrzeug und Umgebung zu schaffen. Für Semcon könnte „The Smiling Car“ eine Lösung darstellen. Dabei handelt es sich um ein Display in der Fahrzeugfront, dass Fußgängern in der Interaktion mit einem Lächeln zu verstehen gibt, wann sie beispielsweise eine Straße queren können – ohne dass der Wagen plötzlich losfährt. Sensoren erfassen dabei die Umgebung und senden ein Signal an das Front-Display. Mittels Eye-Tracking-System und mit der Lidar-Lasertechnik wäre auch eine detailliertere Analyse der Umgebung machbar. Auf diese Weise könnten auch kleinere Kopfbewegungen erfasst oder Blicke abgelesen werden.

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Internationale Standards gefordert

„So wie es heute klar festgelegt ist, wie ein Auto signalisiert, dass es den Fahrstreifen wechseln möchte, müssen wir bereits jetzt mit der Entwicklung einer gemeinsamen Sprache beginnen, mit der autonome Autos mit uns Menschen interagieren können“, erklärt Markus Granlund, Geschäftsführer und Konzernleiter von Semcon.

Die Entwicklung ist noch im Prototypenstadium. Zusammen mit OEMs und dem Viktoria Swedish ICT, einem Forschungsinstitut will Semcon internationale Standards für die Kommunikation fahrerloser Autos mit der Umgebung festlegen.

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