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Sicherheit Sensoren gegen den Sekundenschlaf

| Redakteur: Michael Ziegler

Die Munich Technology Group (MTG), Inhaberin des globalen Patents für die sogenannte Presence Sensor Technology (Sekundenschlafsensor) hat die Metallux AG beauftragt, die Technik zur Markt- und Serienreife weiter zu entwickeln.

Jochen Würtele, Produktmanager Metallux AG (links) und Deniz Güzelocak, CEO der Munich Technology Group, mit einem Funktionsmodell des Lenkrades mit der „Presence Sensor Technology“.
Jochen Würtele, Produktmanager Metallux AG (links) und Deniz Güzelocak, CEO der Munich Technology Group, mit einem Funktionsmodell des Lenkrades mit der „Presence Sensor Technology“.
(Foto: METALLUX AG )

Das Unternehmen ist spezialisiert auf Sensoren im Bereich der Automobil- und Medizintechnik. Bei der Presence Sensor Technology handelt es sich um ein Auswertungssystem, das in Steuerungs und/oder Betätigungseinrichtungen von Fahr- und Flugzeugen – unter anderem – gegen Sekundenschlaf eingesetzt werden kann.

Das patentierte Sensor-System soll in der Lage sein, Bedien- und Steuerelemente auf Berührung beziehungsweise Betätigung hin zu überwachen. Die Metallux AG wird die dafür erforderlichen Sensoren nach Abschluss der Entwicklungsphase auch mit vermarkten. Das Unternehmen verspricht sich ein großes Absatzpotenzial. „Sicherheits-Features sind sowohl in der Automobil- als auch in der Medizintechnologie weltweit ein großer Wachstumsmarkt“, so Jochen Würtele, für das Projekt verantwortlicher Produktmanager bei Metallux.

Verkehrsexperten schätzen, dass extreme Müdigkeit beim Lenken eines Fahrzeugs insgesamt 25 Prozent aller Unfälle im Straßenverkehr verursacht. Damit wären Unfälle, verursacht durch den sogenannten „Sekundenschlaf“ die häufigste nachweisbare Unfallursache.

Sensoren registrieren nachlassende Aufmerksamkeit

Die Presence Sensor Technology ist insbesondere dort einsetzbar, wo durch die menschliche Bedienperson permanent Präsenz und hohe Aufmerksamkeit erforderlich ist, etwa in Bedienungseinrichtungen wie Lenkrad, Ganghebel oder Joystick der Fahrzeug und Luftfahrtindustrie, aber auch in Steuerungselementen der Medizin- und Informationstechnik.

Sollte, beispielsweise bedingt durch äußere Einflüsse wie Sekundenschlaf oder Herzinfarkt des Fahrzeug- oder Maschinenführers, die Betätigungskraft am Steuerungselement nachlassen, registrieren die Sensoren dies und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen, wie Abbremsen oder Autopilot-Funktionen können unmittelbar eingeleitet werden.

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