Batterie-Zweitverwertung Shell kooperiert mit Mainzer Start-Up

Von Felix Haas

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Das Start-Up Circunomics will Batterien aus der Elektromobilität ein zweites Leben ermöglichen. Statt direkt im Recycling zu landen, sollen gebrauchte Akkus weiter in anderen Nutzungs-Szenarien verwendet werden.

Shell will bis 2050 ein Netto-Null-Emissionen Unternehmen sein. Nun geht der Energiekonzern eine Kooperation mit dem Mainzer Start-Up Circunomics ein.(Bild:  Jiri Buller, Shell)
Shell will bis 2050 ein Netto-Null-Emissionen Unternehmen sein. Nun geht der Energiekonzern eine Kooperation mit dem Mainzer Start-Up Circunomics ein.
(Bild: Jiri Buller, Shell)

Der Energiekonzern Shell arbeitet ab sofort in Form einer Marketingkooperation mit dem Mainzer Start-Up Circunomics zusammen. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Unternehmens hervor. Circunomics will Batterien aus der Elektromobilität auf ihre verbleibenden Nutzungsmöglichkeiten hin analysieren und so andere Einsatzgebiete bestimmen – so soll deren Nutzungsdauer im Sinne der Kreislaufwirtschaft verlängert werden. Dafür bietet das Start-Up eine Online-Plattform für Kunden, um bestehende Batterien zu bewerten und die Wiedervermarktung sowie das Recycling von gebrauchten Akkus zu ermöglichen.

Neukundengewinnung im Fokus

Bei der Kooperation von Shell und Circunomics steht vor allem die Neukundengewinnung von Fahrzeugherstellern, Energiespeicher- und Transportunternehmen im Fokus. Von der Zusammenarbeit sollen beide Unternehmen profitieren, denn Elektromobilität sei für Shell ein wichtiges Thema. Shell hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 über 500.000 Ladepunkte für E-Fahrzeuge zu errichten. Bis 2030 sollen es sogar 2,5 Millionen sein.

Außerdem will der Energiekonzern bis 2050 ein Netto-Null-Emission-Energieunternehmen sein, dafür spiele auch das Thema Kreislaufwirtschaft eine besondere Rolle. Derzeit landen die meisten Batterien aus der E-Mobilität auf dem Recyclinghof, obwohl sie noch lange nicht schrottreif sind. Häufig könnten sie noch weitere 10 bis 15 Jahre zum Beispiel in Heimspeichern genutzt werden. Daher möchte Circunomics diesen Kreislauf schließen.

Circunomics will Restnutzungsdauer schätzen

Konkret will das Start-Up mit digitalen Modellen von Batterien Vorhersagen zu deren verbleibender Nutzungsdauer treffen. Zur Erstellung der Modelle soll auch auf Herstellerdaten der Batterieproduzenten zurückgegriffen werden. Mit der Analyse sollen verbleibende Energiezyklen und die Art der potenziellen Zweitverwertung bestimmt werden.

Die Circunomics GmbH wurde 2019 von Felix Wagner und Jan Born in Mainz gegründet. Die beiden Gründer haben sich das Ziel gesetzt, ein Kreislaufsystem für Batterien aus E-Fahrzeugen zu etablieren. Das Start-Up geht von 400 Millionen Tonnen an gebrauchten Batterien im Jahr 2025 aus.

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