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Studie Shell-Studie erwartet wachsenden Pkw-Bestand

| Redakteur: Andreas Grimm, Andree Stachowski

Die Autobranche wird sich in den kommenden 25 Jahren technisch verändern, die grundsätzliche Bedeutung des Pkws bleibt laut den „Shell Pkw-Szenarien“ jedoch erhalten.

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Wohin sich die Mobilität in Deutschland entwickelt, untersuchen regelmäßig die Shell Pkw-Szenarien.
Wohin sich die Mobilität in Deutschland entwickelt, untersuchen regelmäßig die Shell Pkw-Szenarien.
(lassedesignen Fotolia.com)

Trotz eines gesättigten Neuwagenmarkts wird der Pkw-Bestand in Deutschland noch einige Jahre weiter wachsen. Doch auch darüber hinaus wird das Auto trotz leicht sinkender Fahrleistungen das entscheidende Fortbewegungsmittel bleiben. Zu diesen Ergebnissen kommt die 26. Ausgabe der „Shell Pkw-Szenarien“, die der Energiekonzern Shell Deutschland Oil mit dem Forschungsunternehmens Prognos erstellt hat.

Den Angaben zufolge erreicht der Pkw-Bestand in acht Jahren mit rund 45,2 Millionen seinen Höhepunkt. Ab dem Jahr 2022 werde er dann langsam abnehmen. Geschuldet ist dies laut den Grundannahmen der Studie einer abnehmenden Bevölkerungszahl: Sie sinkt gegenüber heute bis 2040 um knapp 4 Millionen auf 77 Millionen. Wirtschaftlich geht die Studie von einem Wachstum von durchschnittlich 1,3 Prozent pro Jahr aus.

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Die durchschnittliche Pkw-Verkehrsleistung je Einwohner wird sich noch bis 2025 weiter erhöhen und ab dann ebenfalls reduzieren, wobei die 30- bis 39-Jährigen am mobilsten sind und die Zahl der Firmenwagen weiter steigt. Pro Kopf entwickle sich die Pkw-Fahrleistung über alle Altersgruppen hinweg von derzeit 11.330 Kilometern im Jahr über 11.650 (im Jahr 2025) zu 11.400 Kilometern am Ende des Untersuchungszeitraums, erwartet die Studie.

Dass trotz einer alternden Gesellschaft die Fahrleistungen nicht deutlicher sinken, führen die Zukunftsforscher unter anderem auf die anhaltende Mobilisierung der Frauen zurück. „Wir beobachten insbesondere eine Verschiebung der Pkw-Motorisierung von den Männern zu den Frauen“, sagte Stefan Rommerskirchen von Prognos anlässlich der Vorstellung der Studie am Dienstag in Hamburg.

Entsprechend der relativ stabilen Verkehrsleistung bleibe der private Pkw im Beobachtungszeitraum der wesentliche Pfeiler für die Mobilität in Deutschland, heißt es in der Studie. Die Pkw-Motorisierung steige von heute rund 550 Pkw pro 1.000 Einwohner bis 2028 auf knapp 570 Pkw an, um danach bis 2040 leicht auf 558 Pkw pro 1.000 Einwohner zu sinken.

Mineralöl bleibt entscheidende Kraftquelle

Am Antrieb der Autos werde sich in den kommenden 25 Jahren wenig ändern. Von den 42,7 Millionen Pkw im Jahre 2040 haben 95 Prozent (einschließlich Hybride) einen Verbrennungsmotor an Bord. 11,8 Mio. Pkw sind Hybride und rund 2 Mio. batterieelektrische und Brennstoffzellenantriebe. Benzin und Diesel bleiben also die entscheidenden Energieträger für das Auto.

In einem Alternativszenario werden jährlich 3,3 Millionen Pkw neu zugelassen, wobei insbesondere Zahl und Anteil hybridisierter und elektrischer Antriebe deutlich zunehmen. Die Anzahl der Hybrid-Pkw erreicht gemäß dieser Hochrechnung bis 2040 knapp 15 Millionen Stück. Der Anteil von Pkw mit Verbrennungsmotor geht auf 89 Prozent zurück. Batterieelektrische und Brennstoffzellen-Pkw legen auf 4,5 Millionen Fahrzeuge zu.

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