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Automobilzulieferer Siemens akquiriert Comsa

| Redakteur: Maximiliane Reichhardt

Siemens übernimmt Comsa und will seine Position im Electrical Systems Design für die Automobilindustrie weiter ausbauen. Das Comsa-Team soll in eine Sparte von Siemens PLM integriert werden.

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Siemens will seine Position im Electrical Systems Design weiter ausbauen.
Siemens will seine Position im Electrical Systems Design weiter ausbauen.
(Bild: Siemens)

Siemens akquiriert die Comsa. Das Unternehmen mit Sitz in München entwickelt Software für das Design elektrischer Systeme und Bordnetze. Zum Beispiel die LDorado-Produktreihe: Sie ist eigenen Angaben zufolge auf die Konstruktion von Bordnetzen und den Bereich Engineering-Software spezialisiert.

Das Comsa-Team soll in den Bereich von Mentor, einer Sparte von Siemens PLM, integriert werden. Die Transaktion wurde am 3. Dezember 2018 abgeschlossen. Die Bedingungen der Übernahme wurden jedoch nicht bekannt gegeben.

Kraftstoffersparnis durch Gewichtsreduktion

Das Institut Bishop and Associates schätzt, dass der weltweite Marktumsatz für die Kabelkonfektion im Jahr 2017 155 Milliarden US-Dollar betrug. Davon stammten etwa 30 Prozent aus der Automobilindustrie. Laut Cowen Research (Stand 19. Oktober 2018) ist „das Bordnetz heute die dritthöchste Kostenkomponente in einem Auto (nach Motor und Fahrwerk). Darüber hinaus ist es die drittschwerste Komponente (hinter Fahrwerk und Motor). Jede Technologie, die dieses Gewicht reduziert, trägt direkt zur Kraftstoffersparnis bei.“

Die schon am Markt angebotene Capital-Toolsuite von Siemens reicht eigenen Angaben zufolge von der Entwicklung der elektrischen/elektronischen Architektur bis zur Konstruktion und Herstellung von Bordnetzen. Comsa soll das Angebot um Schlüsseltechnologien in der Bordnetzfertigung und der Analyse von Konstruktionsdaten ergänzen.

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