Suchen

Personalie

Sigmar Gabriel: „Bin nicht offiziell vom VDA angesprochen worden“

| Autor/ Redakteur: dpa / Svenja Gelowicz

Der frühere SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel habe selbst keine formellen Gespräche mit dem VDA über einen möglichen Vorsitz geführt und zeigt sich nun verwundert über die Debatte.

Firmen zum Thema

„Ich habe mich nicht ins Spiel gebracht und bin nicht offiziell vom VDA angesprochen worden“, sagt Sigmar Gabriel über die Debatte.
„Ich habe mich nicht ins Spiel gebracht und bin nicht offiziell vom VDA angesprochen worden“, sagt Sigmar Gabriel über die Debatte.
(Bild: Informal Meeting of Foreign Affairs Council (Gymnich): Arrival / Informal Meeting of Foreign Affairs Council (Gymnich): Arrival / EU2018BG Bulgarian Presidency / CC BY-SA 2.0 / CC BY-SA 2.0)

Der frühere SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat sich nach Darstellung der „Zeit“ verwundert über die Debatte über einen möglichen Wechsel an die Spitze des VDA gezeigt. Er sei daran nicht beteiligt worden. „Ich habe mich nicht ins Spiel gebracht und bin nicht offiziell vom VDA angesprochen worden“, sagte Gabriel dem Blatt. „Ich staune ein bisschen, bin aber auch weit genug weg in den USA und sehe mir das mit großer Gelassenheit an.“ Es habe mit ihm keine formellen Gespräche darüber gegeben.

Zuvor hatte die „Bild am Sonntag“ gemeldet, Gabriel sei Favorit für den Chefposten beim Verband der Automobilindustrie. Der ehemalige Vize-Kanzler sei Wunschkandidat der Autokonzerne und der Zulieferer.

Gabriel war früher auch Außen-, Wirtschafts- sowie Umweltminister. Neben Gabriel soll die frühere CDU-Politikerin Hildegard Müller im Rennen sein, wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtet hatte.

Müller war früher Kanzleramtsministerin sowie Vertraute von Kanzlerin Angela Merkel und wechselte im Oktober 2008 als Hauptgeschäftsführerin zum Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Mattes hört Ende des Jahres auf

Der Posten des Spitzenlobbyisten der Autoindustrie muss neu besetzt werden, nachdem Bernhard Mattes im September seinen Rückzug zum Jahresende 2019 angekündigt hatte. Der frühere Ford-Manager ist erst seit März 2018 VDA-Präsident, seine Amtszeit lief eigentlich bis Ende 2020. Der VDA ist einer der einflussreichsten Lobbyverbände in Deutschland, die Automobilindustrie mit mehr als 800.000 direkt Beschäftigten eine Schlüsselbranche.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46207063)