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Entwicklung Simulation zur Geräuschortung von Luftströmungen vorgestellt

Redakteur: Wolfgang Sievernich

Die Exa Corporation hat eine Simulation zur strömungsbasierten Geräuschortung vorgestellt. Einsatzgebiete sind das Interieur und der Unterboden.

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Mit der Exa-Simulationssoftware lassen sich Geräusche im Innenraum orten, die durch Luftströmungen entstehen.
Mit der Exa-Simulationssoftware lassen sich Geräusche im Innenraum orten, die durch Luftströmungen entstehen.
(Foto: Exa)

Mit dem zum Patent angemeldeten FIND Modul (Flow-Induced Noise Detection) soll der Ursprung von Geräuschen aufgespürt werden können, die von einer Luftströmung transportiert werden. Mit der Exa-Software kann der Strömungsfluss in einer Konstruktion analysiert und die einzelnen Geräuschursachen nach ihrer Bedeutung geordnet werden. Es wäre sogar möglich, Geräusche vor und nach Konstruktionsveränderungen anzuhören, so dass sich die Wirkung geplanter Maßnahmen vorab akustisch bewerten lässt.

Lüftergeräusche im Cockpit

In der Automobilbranche können beispielsweise Geräusche in den Bereichen der Cockpit-Verglasung, des Unterbodens, bei Klimaanalagen oder Lüftern aufgespürt werden. Strömungsbedingte Geräuschquellen sollen innerhalb des FIND Modells geortet und nach ihrer Intensität klassifiziert werden. Das funktioniert sogar, wenn diese Geräuschquellen von Turbulenzen überdeckt werden. Geräuschprobleme lassen sich auf diesem Weg genau lokalisieren und in ihrer Dringlichkeit bewerten.

Zusammenarbeit mit BMW und Rolls Royce

In enger Zusammenarbeit mit Exa hat die BMW Gruppe bereits komplette Klimatisierungssysteme mit dem neuen FIND Modul aeroakustisch untersucht und bewertet. Zuvor hatte BMW festgestellt, dass die Strömungsanalyse einzelner Komponenten, etwa Luftführungen oder Lüfter, nur unvollständige Aussagen über das akustische Verhalten des Gesamtsystems erlaubt. Schlimmer noch hatte sich gezeigt, dass die Geräuschbildung eines Subsystems für sich genommen irreführend sein kann als Entscheidungsgrundlage, wo optimiert werden sollte.

„Ursprünglich haben wir PowerFLOW und PowerACOUSTICS FIND bei der BMW 7er Reihe und beim Rolls Royce Phantom eingesetzt“, sagte Dr.-Ing. Michael Spickenreuther, Gruppenleiter Entwicklung Gesamtfahrzeug bei der BMW Gruppe. „Die Geräuschortungsfunktion hat sich als derart nützlich erwiesen, dass wir FIND jetzt quer über alle unsere Plattformen einsetzen. FIND ermöglicht es uns, leisere Fahrzeuge zu entwickeln.“

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