Autobauer unter Zwangsverwaltung Ssangyong Motor nennt bevorzugten Bieter

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Der südkoreanische Elektro-Lkw-Hersteller Edison Motors soll den angeschlagenen SUV-Hersteller übernehmen – zumindest nach dem Willen von Ssangyong. Die Entscheidung darüber trifft das Insolvenzgericht.

(Bild: Michel / »kfz-betrieb«)

Der südkoreanische Autohersteller Ssangyong Motor hat am Mittwoch seinen bevorzugten Kaufinteressenten genannt, nachdem das angeschlagene Unternehmen bereits im April unter gerichtliche Zwangsverwaltung gestellt wurde. Nun hofft die Firmenleitung, von einem Konsortium unter Führung des südkoreanischen E-Lkw-Herstellers Edison Motors aufgekauft zu werden. Einen dementsprechenden Antrag hat die Firma laut eigenen Angaben beim Seouler Insolvenzgericht eingereicht.

Noch diesen Monat möchte Ssangyong Motor eine Absichtserklärung mit Edison Motors unterzeichnen und den Kaufpreis sowie weitere Details der Übernahme nach November zu klären. Südkoreanische Medien berichten, dass der Kaufpreis bei bis zu einer Billion Won (ca. 730 Millionen Euro) liegen könnte.

Ssangyong Motor ist der viertgrößte südkoreanische Automobilhersteller. Seit 2011 befindet er sich mehrheitlich im Besitz der indischen Mahindra & Mahindra Limited.

Die gerichtliche Zwangsverwaltung ist im südkoreanischen Rechtssystem der letzte Schritt vor einer Insolvenz. Dabei entscheidet das Gericht, ob und wie das Unternehmen wiederbelebt wird.

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