Luftqualität

Stationäre Filteranlagen gegen Stuttgarter Feinstaub

| Autor / Redakteur: Jens Riedel/Ampnet / Sven Prawitz

Feinstaubfilteranlage von Mann+Hummel in Ludwigsburg.
Feinstaubfilteranlage von Mann+Hummel in Ludwigsburg. (Bild: Mann+Hummel)

Stuttgart bereitet sich mit stationären Filtern auf die kommende „Feinstaubsaison“ vor. Der Automobilzulieferer und Filterspezialist Mann+Hummel hat die Technik entwickelt, die nun entlang des Neckartors installiert wird.

Um die Feinstaubbelastung in Stuttgart weiter zu senken, soll aus Sicht des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg keine mögliche technische Lösung ausgelassen werden. Deshalb haben Vertreter des Ministeriums und der Firma Mann+Hummel ein Pilotprojekt mit Feinstaubpartikelfiltern im Bereich des Neckartors vereinbart.

„Die theoretischen Betrachtungen zeigen eine Reduzierung der Gesamtfeinstaubkonzentration und stellen die Einhaltung der zulässigen 35 Tage mit Überschreitungen von mehr als 50 Mikrogramm pro Quadratmeter im Tagesmittel in Aussicht“, sagte Uwe Lahl, Amtschef des Verkehrsministeriums. Man wisse, dass nur ein geringer Teil des von Kraftfahrzeugen verursachten Feinstaubs aus den Auspuffen und der Rest von Reifen- und Bremsabrieb stammt.

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Filter entlang des Neckartors

Ziel ist es nun, mit Beginn der Feinstaubalarm-Saison im Oktober 2018 mehrere Filteranlagen entlang des Stuttgarter Neckartors zu positionieren, um die Feinstaubbelastung an Tagen mit Feinstaubalarm zu reduzieren. Die stationären Anlagen von Mann+Hummel beinhalten Feinstaubpartikelfilter, die Feinstaub aus der Luft filtern. Integrierte Ventilatoren ziehen Umgebungsluft an. Sie werden bedarfsgerecht gesteuert, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Gemäß den Berechnungen der Filtrationsspezialisten reduzieren die Filteranlagen den durch den Verkehr verursachten Feinstaub um bis zu 40 Prozent.

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