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Batterietechnik Studie zur Brandgefahr bei Lagerung von Lithium-Ionen-Batterien

| Redakteur: Christian Otto

Der Versicherer FM Global legte den weltweit ersten Forschungsbericht über Brandgefahren bei der Massenlagerung von Lithium-Ionen-Batterien vor. Die Daten sind auch für den Bereich der Elektromobilität relevant.

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Bei der Massenlagerung von Lithium-Ionen-Batterien gibt es diverse Gefahren. Der Versicherer FM Global hat diese in einer Studie zusammengefasst.
Bei der Massenlagerung von Lithium-Ionen-Batterien gibt es diverse Gefahren. Der Versicherer FM Global hat diese in einer Studie zusammengefasst.
(Foto: Toyota)

Der Industrieversicherer FM Global hat die weltweit ersten Großversuche zu Brandrisiken bei der Massenlagerung von Lithium-Ionen-Akkumulatoren durchgeführt. Die daraus resultierende Studie beschreibt die konkreten Brandgefahren und empfiehlt geeignete Schutzmaßnahmen. Wieder aufladbare Lithium-Ionen-Akkus finden heute immer mehr Verwendung, vor allem in Notebooks, Mobiltelefonen und im Bereich der Elektromobilität.

Die Versuche von FM Global zeigten unter anderem, dass von Lithium-Ionen-Akkumulatoren aufgrund ihrer brennbaren Elektrolytflüssigkeit mehrere besondere Brandgefahren ausgehen. So verhalten sich dicht aneinander gelagerte zylindrische Lithium-Ionen-Zellen und Polymerzellen im Brandfall anders als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus für Elektrowerkzeuge.

Schutzkonzepte bei Lagerung notwendig

„Werden zum Beispiel in Warenlagern große Mengen Lithium-Ionen-Akkus in Wellpappkartons gelagert, ist eine frühzeitige Brandlöschung und Kühlung der Akkumulatoren entscheidend, um einen Großbrand zu verhindern“, sagt Frank Drolsbach, Direktor und Operations Engineering Manager bei FM Global in Deutschland. Zur effektiven Risikominimierung empfehlen sich daher Schutzkonzepte, die bei der Lagerung von Produkten und Materialien mit einem hohen Gefahrenpotenzial eingesetzt werden, wie beispielsweise automatische Sprinkleranlagen.

„Mit dieser Versuchsreihe gewinnen wir frühzeitig wertvolle Erkenntnisse über die Brandgefahren einer Technik, die sich zukünftig immer weiter durchsetzen wird“, so Drolsbach weiter. Dieses erste Projekt seiner Art wurde von FM Global gemeinsam mit der Property Insurance Research Group (PIRG) im Auftrag der US-amerikanischen National Fire Protection Association (NFPA) durchgeführt. Die Versuche fanden im eigenen Forschungs- und Testzentrum von FM Global in West Glocester, Rhode Island (USA) statt, der weltweit größten wissenschaftlichen Forschungseinrichtung und Prüfstätte für den Schutz von Sachwerten.

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