Elektro-Pick-up Tesla Cybertruck verzögert sich

Autor: Christoph Seyerlein

Mit seinem Elektro-Pick-up namens Cybertruck will Tesla eine weitere Zielgruppe für sich gewinnen. Eigentlich sollte das Auto noch in diesem Jahr starten. Doch daraus wird nun allem Anschein nach nichts.

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Der Startschuss für Teslas Cybertruck fällt später als bislang angekündigt.
Der Startschuss für Teslas Cybertruck fällt später als bislang angekündigt.
(Bild: Tesla)

Ein Chefdesigner, der eine Metallkugel gegen eine Fensterscheibe wirft, ein tanzender Chef, ein Fahrzeug, das mit seinem radikalen Design an einen kantigen Tarnkappen-Kampfjet erinnert: Kaum eine Auto-Vorstellung polarisierte in der jüngeren Vergangenheit so sehr wie die des Tesla Cybertruck im November 2019. Bei vielen Interessenten kam die Show an: Bei Tesla gingen nach eigenen Angaben binnen einer Woche 250.000 Reservierungen ein.

Wer tatsächlich einen Cybertruck haben will, muss aller Voraussicht nach aber länger auf sein Auto warten als gedacht. Ursprünglich hatte Tesla-Chef Elon Musk den Produktionsstart in der Gigafactory Texas für Ende 2021 angekündigt. Der Cybertruck-Konfigurator auf Teslas Webseite besagt nun: „Sie werden Ihre Konfiguration abschließen können, wenn die Produktion 2022 näher rückt.“

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Das Auto soll es laut der Webseite in drei Ausführungen geben: Mit Single-Motor und Heckantrieb (ab 39.900 Dollar), Dual-Motor und Allrad-Antrieb (ab 49.900 Dollar) sowie Tri-Motor und Allrad-Antrieb (ab 69.900 Dollar). Zudem verspricht Tesla ein „Full Self-Driving“-Paket für 10.000 Dollar Aufpreis.

Auch der Semi kommt nicht mehr in diesem Jahr

Die Kalifornier haben aktuell wie die gesamte Autobranche mit Material-Engpässen zu kämpfen. Neben Halbleitern fehlen auch Rohstoffe für die Batterieproduktion. Aufgrund dessen wird auch die Produktion des Elektro-Lkw Semi nicht mehr in diesem Jahr anlaufen.

Verzögerungen gab es bei Tesla in der Vergangenheit bereits häufiger. Nach ersten Erfolgen waren sie einer der Hauptkritikpunkte, mit denen sich Elon Musk und Co. anfangs auseinandersetzen mussten. Dem Unternehmer wurde immer wieder vorgehalten, zu ambitioniert zu planen.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Fachredakteur Next Mobility / Entwicklungsredakteur