Sicherheit

Tüv-Nord: Nationale Richtlinien für Testfahrzeuge

| Redakteur: Maximiliane Reichhardt

Der Tüv Nord arbeitet gemeinsam mit anderen Unternehmen an einer nationalen Vorgabe für die Zulassung von Erprobungsfahrzeugen.
Der Tüv Nord arbeitet gemeinsam mit anderen Unternehmen an einer nationalen Vorgabe für die Zulassung von Erprobungsfahrzeugen. (Bild: Tüv Nord)

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Ob Erprobungsfahrzeuge auf öffentlichen Straßen fahren dürfen, entscheiden die jeweiligen Bundesländer. Der Tüv Nord arbeitet nach eigenen Angaben in Gremien mit, um einheitliche Richtlinien für die Prüfung von Testfahrzeugen zu erstellen.

Damit Fahrzeuge zu Testzwecken im öffentlichen Raum unterwegs sein dürfen, benötigen die Hersteller eine Ausnahmegenehmigung. Sachverständige prüfen die Fahrzeuge und stellen sicher, dass diese durch die Teilnahme am Straßenverkehr niemanden gefährden. Die Behörden der Bundesländer entscheiden nach Gesetz einzeln darüber, ob eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden kann. Laut des Tüv Nord ist der Prozess für die Zulassung von Erprobungsfahrzeugen, in denen neue Technik für die Automationslevel 3 und höher verbaut ist, bisher noch relativ kompliziert und langwierig.

Arbeitsgemeinschaft für nationale Richtlinien

„Dadurch, dass die Technik auf Automatisierungslevel 3 oder höher recht neu ist, wird für die Sachverständigen eine nationale Empfehlung/Richtlinie erarbeitet, die die Vorgehensweise für die Prüfung vereinheitlicht“, sagt Folkert Jürgens, Fachgebietsleiter im Institut für Fahrzeugtechnik und Mobilität (IFM) des Tüv Nord. Deswegen arbeite das IFM zusammen mit anderen Partnern im Gremium „Arbeitsgemeinschaft Technische Prüfstelle §21 Einzelzulassungen“ (ARGE TP21) an einer Art Checkliste für Behörden und Sachverständige.

Hier werden die bisherigen Erfahrungen zum autonomen Fahren gesammelt und zu einheitlichen Richtlinien zusammengefasst. Damit soll ein bundesweiter Sicherheitsstandard festgelegt werden, der den Zulassungsprozess für Erprobungsfahrzeuge beschleunigen soll. Die Gremiumsarbeit der ARGE TP21 begann im Sommer 2017. Aktuell schätzt Jürgens, dass die Richtlinien bereits im ersten Halbjahr 2019 in Kraft treten.

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