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Felgenproduktion Tyrol Equity übernimmt BBS

| Redakteur: Thomas Günnel

Die österreichische Industrieholding Tyrol Equity AG erwirbt zusammen mit Co-Investor Udo Wendland den Geschäftsbereich Leichtmetallräder der BBS mit Sitz in Schiltach (Schwarzwald) vom Insolvenzverwalter.

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Das Erwerberkonzept sieht einen Ausstieg aus dem Massengeschäft vor. Der Schwerpunkt liegt demnach künftig auf der Entwicklung und Herstellung von hochtechnologischen Leichtmetallrädern für den High-End OEM- und Tuning-Aftermarket. Zusätzlich wollen die neuen BBS-Eigentümer sieben bis acht Millionen Euro in das Unternehmen investieren, vorrangig um Produktionslinien und -prozesse zu optimieren.

Standorte gesichert

Bereits zum 1. Januar 2012 war der Bereich Motorsport an die japanische Ono-Gruppe verkauft worden. Mit der jetzigen Transaktion ist die Zukunft der Standorte Schiltach und Herbolzheim mit 340 Arbeitsplätzen gesichert. Der Abschluss der Transaktion steht unter den branchenüblichen Zustimmungserfordernissen, die voraussichtlich bis Mitte März vollzogen sind.

Am 1. März 2011 wurde vom Insolvenzgericht Rottweil über das Vermögen der BBS International GmbH das Insolvenzverfahren eröffnet. Der Geschäftsbetrieb der BBS wurde mit Unterstützung der Hauptkunden der BBS aus der Automobilindustrie im Insolvenzverfahren in vollem Umfang und ohne Unterbrechung an den Standorten in Schiltach und Herbolzheim fortgeführt.

Tyrol Equity ist eine österreichische Industrieholding mit Sitz in Innsbruck. Das Unternehmen investiert in mittelständische Produktionsunternehmen mit einem Umsatz zwischen zehn und 150 Millionen Euro. Die Holding bietet langfristiges Unternehmerkapital bei Nachfolgelösungen, Wachstumsfinanzierungen und Konzernausgliederungen. Derzeit arbeiten in der Unternehmensgruppe rund 2.500 Personen weltweit.

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