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Zulieferer Valmet verkauft sein Ingenieurgeschäft

| Redakteur: Lena Bromberger

Valmet Automotive verkauft deshalb sein Geschäft mit Engineering Services. Das Unternehmen will sich stärker auf seine Rolle als Auftragsfertiger und Systemlieferant für Elektromobilität fokussieren.

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Das Werk von Valmet Automotive in Uusikaupunki, Finnland. Das Unternehmen will sich als Auftragsfertiger und Systemlieferant verstärkt auf die E-Mobilität fokussieren.
Das Werk von Valmet Automotive in Uusikaupunki, Finnland. Das Unternehmen will sich als Auftragsfertiger und Systemlieferant verstärkt auf die E-Mobilität fokussieren.
(Bild: Valmet)

Valmet Automotive hat sich am Montag mit dem Beteiligungsunternehmen Mutares auf den Verkauf des Geschäfts mit Engineering Services geeinigt. Valmet Automotive will sich als Auftragsfertiger und Tier-1-Systemlieferant verstärkt auf E-Mobilität und Elektrofahrzeuge fokussieren. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Zustimmung und wird voraussichtlich im November abgeschlossen.

Betroffen sind 600 Mitarbeiter

Durch die aktuellen Veränderungen in der globalen Automobilindustrie sieht Valmet Automotive erhebliches Wachstumspotenzial in Batteriesystemen für Elektrofahrzeuge und bei aktiven kinematischen Systemen sowie vielversprechende Perspektiven im Fahrzeugbau. Die Veräußerung der klassischen Ingenieursdienstleistung ermögliche es, Investitionen und Ressourcen in diese Wachstumsbereiche zu lenken. Nach eigenen Angaben war die Business Line Engineering Services in Deutschland in den vergangenen vier Jahren von großer Bedeutung für den Ausbau der Batteriekompetenz von Valmet Automotive. Engineering Services habe einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Batterieentwicklung und für den Aufbau der Batterie-Testkompetenz geleistet, die seit kurzem unter Verantwortung der Business Line EV-Systems geführt werden.

Das veräußerte Engineering-Geschäft umfasst die Bereiche Fahrzeugentwicklung, Elektrik/Elektronik, Simulations- und Testdienstleistungen sowie die Herstellung von Prototypen und Kleinserien. Betroffen seien rund 600 Mitarbeiter an den deutschen Standorten Bad Friedrichshall, Helmstadt-Bargen, Ingolstadt, München und Wolfsburg sowie Antas in Spanien.

„Wir freuen uns, dass Engineering Services eine neue Heimat bei einem starken Investor gefunden hat, bei dem der Bereich eindeutig zum Kerngeschäft gehört und dort die Aufmerksamkeit und die Ressourcen erhält, die dieser für eine erfolgreiche Zukunft benötigt“, sagte Olaf Bongwald, CEO von Valmet Automotive. Als integraler Bestandteil der Fahrzeugproduktion, von Dach- und kinematischen Systemen sowie von Batteriesystemen werde man jedoch weiterhin Engineering anbieten.

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