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Wirtschaft Volkswagen verklagt Prevent auf 100 Millionen Euro Schadenersatz

| Autor/ Redakteur: dpa / Jens Rehberg

Vor drei Jahren hatte der Autozulieferer Prevent über seine Tochterfirmen ES Guss und Car Trim Lieferstopps gegen Volkswagen verhängt. Den entstandenen Schaden durch Produktionsausfälle hat der Wolfsburger Autobauer jetzt auf mehr als 100 Millionen Euro beziffert.

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(Bild: Volkswagen)

Volkswagen hat gegen den Automobilzulieferer Prevent Klage auf Schadenersatz in Millionenhöhe eingereicht. „Die Lieferstopps im August 2016 durch ES Guss und Car Trim waren vertrags- und rechtswidrig", teilte der Autobauer am Dienstag mit. Zuvor hatte die Funke-Mediengruppe darüber berichtet. ES Guss und Car Trim gehören zu Prevent. Der durch die Produktionsausfälle entstandene Schaden beläuft sich laut Volkswagen auf mehr als 100 Millionen Euro.

„Die Klagen richten sich nicht nur gegen die Zulieferer, mit denen die Lieferverträge bestanden, sondern ausdrücklich auch gegen deren Muttergesellschaften der Prevent-Gruppe, die für die Lieferstopps aufgrund entsprechender rechtswidriger Weisungen verantwortlich sind", teilte VW mit.

Für die Skoda-Ansprüche habe Volkswagen vor dem Landgericht Braunschweig die erste Klage auf Schadenersatz eingereicht. Welches Gericht zentral für die Ansprüche der weiteren Konzernmarken zuständig ist, müsse zunächst am Oberlandesgericht Dresden geklärt werden.

Jahrelanger Streit

Die Prevent-Gruppe gehört der bosnischen Unternehmerfamilie Hastor und hat sich in den vergangenen Jahren mit Volkswagen immer wieder erbittert um Lieferkonditionen gestritten – auch vor Gericht. Mehrfach standen in Wolfsburg die Bänder still, weil Prevent-Firmen mit Lieferstopps Preiserhöhungen durchsetzen wollten.

VW reagierte mit Kündigungen der Lieferverträge. Auch mit Daimler liegt Prevent noch immer im Clinch.

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