Sparprogramm VW-Chef erwartet bereits 2024 Effizienzgewinne von zehn Milliarden Euro

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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VW-Konzernchef Oliver Blume rechnet nächstes Jahr mit großen Anstrengungen. Der derzeitige Sparkurs soll den Konzern stabilisieren – auch mittels Personalabbau – um dann ab 2025 durchstarten zu können.

Bereits im Sommer hatte Blume allen Marken des Konzerns neue Renditevorgaben aufgegeben. Diese sollen durch Einsparungen und zusätzliche Erlösmöglichkeiten erreicht werden.(Bild:  Volkswagen)
Bereits im Sommer hatte Blume allen Marken des Konzerns neue Renditevorgaben aufgegeben. Diese sollen durch Einsparungen und zusätzliche Erlösmöglichkeiten erreicht werden.
(Bild: Volkswagen)

Europas größter Autokonzern Volkswagen will schon 2024 deutlich von den Sparbemühungen seiner Marken profitieren. „Bereits im kommenden Jahr planen wir, über die Performance-Programme unserer Marken einen Effekt von mehr als 10 Milliarden Euro für den Konzern zu realisieren“, sagte Konzernchef Oliver Blume der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ am Freitag.

Die Effizienzgewinne würden nicht eins zu eins auf das Ergebnis durchschlagen, aber immerhin dazu beitragen, erwartete Belastungen im nächsten Jahr auszugleichen. „2024 wird wirtschaftlich ein sehr anspruchsvolles Jahr“, sagte der Manager. Allerdings will er erste Erfolge der angestoßenen Initiativen sehen. „Ziel ist es, den Konzern stabil zu managen, um ab 2025 durchstarten zu können.“

Kernmarke als Sorgenkind

Blume hat allen Marken des Konzerns im Sommer neue Renditevorgaben gegeben, die mittels Einsparungen und zusätzlichen Erlösmöglichkeiten erreicht werden sollen. Vor allem die Kernmarke VW Pkw ist das Sorgenkind der Niedersachsen.

Sie soll bis 2026 zusammengenommen zehn Milliarden Euro an Ergebnis freischaufeln und die Umsatzrendite dann auf 6,5 Prozent heben. In den ersten neun Monaten 2023 lag diese noch bei 3,4 Prozent. Markenchef Thomas Schäfer verhandelt derzeit mit dem Betriebsrat, wie das gelingen kann.

Ohne Personalabbau geht es nicht

Blume machte klar, dass es ohne einen Personalabbau nicht gehen werde. „Um unsere Effizienz zu steigern, geht es auch um das Reduzieren von Personal“, sagte er.

Wie viele Stellen genau wegfallen, darauf wollte sich Blume nicht festlegen. „Wir nutzen dabei sozialverträgliche Instrumente wie die demografische Kurve oder Regelungen zur Altersteilzeit.“ Die Gespräche verliefen gut und konstruktiv. Die Arbeitnehmerseite könne sich eine Betriebsversammlung am 6. Dezember in Wolfsburg zur Vorstellung der Details vorstellen, spätestens kurz vor Weihnachten soll bei einer VW-Managementkonferenz dann Klarheit herrschen, hieß es in der Zeitung.

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