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Motorsport Engineering Weltrekord: F-Student in 1,779 Sekunden auf 100!

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Das Formula Student Team der Uni Stuttgart hat einen neuen Beschleunigungs-Weltrekord mit einem Elektro-Rennwagen aufgestellt.

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Mit einem neuen Rekord unterbot die Uni Stuttgart den Geschwindigkeits-Weltrekord auf 100 Stundenkilometer.
Mit einem neuen Rekord unterbot die Uni Stuttgart den Geschwindigkeits-Weltrekord auf 100 Stundenkilometer.
(Foto: SKF)

Mit einer Zeit von nur 1,779 Sekunden hat das Formula Student Team der Universität Stuttgart einen Beschleunigungs-Weltrekord aufgestellt. Das Fahrzeug wurde vom „Green Team“ speziell auf die Rekordfahrt vorbereitet und mit Karbon-Monocoque, Fahrwerksteilen aus Aluminium und Titan auf Leichtbau getrimmt. Das Fahrzeug verfügt über vier Synchronservomotoren mit 120 Kilowatt Leistung von Antriebshersteller AMK aus Kirchheim/Teck. Die verwendeten Steuergeräte und Hochvoltakkus sind Eigenfertigungen. Zum Vergleich: Ein Formel 1 Wagen benötigt für den Sprint etwa 2,5 Sekunden. „Bei so einer Beschleunigung wirken auf den Fahrer 1,8 G. Das ist fast doppelt so schnell wie der freie Fall“ so Benedikt Bauersachs, der Projektleiter des Weltrekordversuchs. Geschlagen wurden die bisherigen Rekordhalter des Akademischen Motorsportvereins Zürich, die mit einer bisherigen Spitzenzeit von 1,785 Sekunden nur knapp unterboten wurden.

Windige Bedingungen

Eingefahren haben die Entwickler des „E0711-5“ ihren neuen Weltrekord im Rahmen des „Jade Race“. Dabei handelt es sich um eine Dragster-Veranstaltung in Mariensiel bei Wilhelmshaven.

„Zum Glück ist es mir gelungen, trotz des Windes möglichst wenig zu lenken“, so Prisca Schmid, „denn jede Lenkbewegung kostet wertvolle Zeit!“ Außerdem kam dem GreenTeam das geringe Gewicht der zierlichen Fahrerin entgegen: „Wie beim Auto selbst ist natürlich auch beim Piloten jedes überflüssige Gramm zu viel“, meinte Schmid mit einem Lächeln im Gesicht, „und deshalb hatte ich gegenüber den Jungs in unserem Team deutlich bessere Chancen!“ Einer der vielen Sponsoren des Teams ist SKF, die über 100 Komponenten, wie Lager, Dichtungen oder auch Gelenkköpfe beisteuerten.

Die Rekordfahrt ist offiziell und wird im Guiness Buch der Rekorde verzeichnet.

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