Elektromobilität Wirtschaftsministerium plant Batteriepass für mehr Klimaschutz

Quelle: dpa

Das Wirtschafts- und Klimaministerium will mehr Transparenz und Nachhaltigkeit bei der Herstellung von Batterien. Ein Batteriepass soll die relevanten Informationen dafür enthalten.

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Ein Blick in die Batterieproduktion bei Akkumotive in Kamenz. Mit dem Batteriepass sollen Batterien klimafreundlicher produziert werden können.
Ein Blick in die Batterieproduktion bei Akkumotive in Kamenz. Mit dem Batteriepass sollen Batterien klimafreundlicher produziert werden können.
(Bild: Daimler)

Batterien für Elektroautos sollen künftig umweltverträglicher hergestellt werden: Dieses Ziel hat ein neuer „Batteriepass“. Er soll Informationen zum Lebenszyklus einer Batterie bündeln – von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling – und so dazu beitragen, Bedingungen etwa bei der Rohstoffgewinnung von Kobalt oder Lithium zu verbessern.

Batteriepass soll mehr Transparenz schaffen

Rohstoffe würden zum Teil unter sozialen und ökologischen Bedingungen gefördert, die mit verheerenden Folgen für Menschen und Natur einhergingen, sagte Michael Kellner (Grüne), parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschafts- und Klimaministerium, am Montag (25. April) in Berlin. Kobalt wird zum Beispiel im Kongo gefördert. Der Batteriepass solle Transparenz herstellen, woher die einzelnen Rohstoffe kommen und unter welchen Bedingungen sie gefördert werden, so Kellner. Ziel sei es zudem, mit mehr Recycling weniger abhängig zu sein von der Rohstoffgewinnung.

Schon jetzt seien E-Autos klimafreundlicher als Verbrenner, der große Teil der verbleibenden Herausforderungen stecke aber in der Batterie. Das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium fördert die Entwicklung eines „digitalen Produktpasses“ für Batterien mit 8,2 Millionen Euro. Die Summe geht an ein Konsortium aus mehreren Firmen, darunter die Autohersteller VW und BMW und der Chemiekonzern BASF.

EU-Richtlinie für Batterien ab 2026 geplant

Nachhaltige Batterien seien entscheidend für eine erfolgreiche Energie- und Verkehrswende, die sich an hohen Umwelt- und Sozialstandards orientiere, so Kellner. Der Batteriepass solle die Anforderungen der kommenden EU-Batterie-Regulierung erfüllen, die derzeit innerhalb der EU noch abgestimmt wird.

Geplant ist, dass diese ab 2026 für alle neu angeschafften Batterien in Fahrzeugen, stationären Speichern und größeren Industriebatterien in Deutschland und Europa verpflichtend wird. Die Richtlinie sieht laut Ministerium unter anderem vor, dass der „CO2-Fußabdruck“ von Batterien für Elektrofahrzeuge sowie Industriebatterien ausgewiesen und schrittweise immer weiter verringert wird.

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