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WLTP versus NEFZ: Verbrauch genauer messen

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Geringerer Verbrauch im WLTP?

Die Differenz zwischen den angegebenen und tatsächlichen Verbräuchen müsste sich im neuen Testzyklus entsprechend verkleinern. Das ist aber nicht pauschal so – sogar niedrigere Testverbräuche als im NEFZ sind im neuen Zyklus möglich. Im konkreten Test im Technologie- und Umweltzentrum Pfungstadt an einem Mercedes-Benz C 180 CGI der Baureihe 204 sank der durchschnittliche Verbrauch von 8,17 Litern im NEFZ auf 7,37 Liter pro 100 Kilometer im WLTP.

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Kein Standardfahrzeug im WLTP

Diese Verbrauchsminderung ist aber nicht ganz korrekt. Den Werten des NEFZ liegen standardmäßig die Verbrauchs-Testwerte des entsprechenden Homologationsfahrzeugs zugrunde. Im Fall des C 180 CGI sind das laut Werksangabe 6,7 Liter. Der in Pfungstadt erreichte Wert von 8,17 Litern ist darauf zurückzuführen, dass das getestete Fahrzeug kein Homologations- und somit kein verbrauchsoptimiertes Testfahrzeug war. In den WLTP fließen diverse Rahmenbedingungen ein: das tatsächliche Fahrzeuggewicht oder die Ausstattung des Fahrzeugs. Vereinfacht gesagt: Es gibt beim WLTP nicht mehr ein optimiertes Fahrzeug, das den Verbrauchswert für die gesamte – meist deutlich besser ausgestattete und damit schwerere – Modellreihe festlegt. Positiv könnte sich zudem die längere Teststrecke auswirken, die zudem im letzten Drittel des WLTP gleichmäßiger ausfällt und mit höheren Geschwindigkeiten gefahren wird. Kurz gesagt: Man macht Strecke – und das mit einem Fahrzeug, das sich bis dahin im idealen Betriebszustand befindet: Motor- und Getriebeöl zum Beispiel sind auf Betriebstemperatur.

Messung auf der Straße notwendig

Damit ist der WLTP zwar näher an der Praxis und erlaubt eine bessere Vergleichbarkeit, etwa bei Verbrauch und Emissionen. Einige Schadstoffe lassen sich aber nur unter realistischen Fahrbedingungen messen, etwa die Stickoxide (NOx). Zudem schreibt der Gesetzgeber vor, die Messungen auch auf der Straße abzubilden. Die Prüfstandswerte müssen dabei voraussichtlich nicht erreicht werden. Für die Messungen setzt der TÜV bereits versuchsweise sogenannte Portable Emission Measurement Systems (PEMS) ein. Am Fahrzeug montiert erlauben sie Messungen im realen Fahrbetrieb auf einer festgelegten Strecke.

Weltstandard angestrebt

Mit dem WLTP streben die UN einen weltweit verbindlichen Standard an. Mit dabei sind bisher die EU-28, Australien, China, Indien, Japan, Norwegen, Süd-Korea, Russland, Südafrika, die Türkei und Moldawien. Die Berechnung der Flottenverbräuche und damit damit das Flottenziel von 95 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer wird indes weiterhin nach dem NEFZ bemessen.

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