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Sicherheit ZF TRW stellt Center Airbag für Innenraum vor

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Der neue Airbag soll helfen Insassen bei einem Crash sowohl auf der stoßzugewandten als auch auf der stoßabgewandten Fahrzeugseite zu schützen.

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Der neue Center Airbag soll bei einem Seitencrash die Passagiere voreinander und dem Innenraum schützen.
Der neue Center Airbag soll bei einem Seitencrash die Passagiere voreinander und dem Innenraum schützen.
(Foto: ZF TRW)

ZF TRW hat einen neuen Airbag entwickelt, der den Seitenaufprallschutz verbessern soll. Er soll die Insassen bei einem Seitencrash sowohl auf der stoßzugewandten als auch auf der stoßabgewandten Fahrzeugseite schützen, indem er sich zwischen Fahrer und Beifahrer entfaltet. Bei einer Kollision auf der der Beifahrerseite soll der Center Airbag den Fahrer im Sitz zu stabilisieren. So könnte er die seitliche Verlagerung des Fahrers reduzieren und das Risiko verringern, dass dieser in Kontakt mit dem Beifahrer oder mit Strukturbauteilen im Innenraum kommt.

Airbag-Modul kann auf Innenraum angepasst werden

„Die Ergebnisse der Unfallforschung zeigen, dass in den USA fast 30 Prozent aller Todesfälle und in Deutschland fast 30 Prozent aller Schwerverletzten beim Seitenaufprall auf ein solches Szenario zurückzuführen sind“, sagte Dirk Schultz, Global Engineering Director Inflatable Restraints Systems bei ZF TRW. Das Center-Airbag-Modul besteht aus einem Hybrid-Gasgenerator und einem gewebten oder genähten Luftsack. Das Modul kann auf die Anforderungen des jeweiligen Fahrzeuginnenraums angepasst und mit einem Fangband-Mechanismus ausgestattet werden, um während der Entfaltung eine dreieckige Form zur besseren Abstützung zu erzielen.

„Wir beobachten wachsendes Interesse an dieser Technologie und Euro NCAP arbeitet aktuell an neuen Testprotokollen für den Seitenaufprall ab 2018 und darüber hinaus“, so Schultz. „Wir glauben, dass für viele Neufahrzeuge zusätzliche Airbag-Module für den Schutz der Insassen auf der stoßabgewandten Seite erforderlich sein könnten, wenn diese neuen Testprotokolle eingeführt werden.“

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