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Automobilzulieferer Akasol baut erstes Batteriewerk in USA

| Autor: Jens Scheiner

Der deutsche Batteriehersteller Akasol errichtet im Großraum Detroit im Bundesstaat Michigan sein erstes Produktionswerk in den USA. Die Fertigung von Lithiumionen-Batterien soll 2020 anlaufen und bereits im Jahr 2021 eine Kapazität von 400 MWh liefern.

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Der deutsche Batteriehersteller Akasol errichtet im Großraum Detroit im Bundesstaat Michigan sein erstes Produktionswerk in den USA.
Der deutsche Batteriehersteller Akasol errichtet im Großraum Detroit im Bundesstaat Michigan sein erstes Produktionswerk in den USA.
(Bild: Akasol)

Der Batteriehersteller Akasol baut sein erstes Produktionswerk in den USA. Der neue Standort soll im Großraum Detroit entstehen und vom Bundesstaat Michigan mit einem Zuschuss in Höhe eines einstelligen Millionen-Euro-Betrags im Rahmen des „Michigan Business Development Program“ gefördert werden. Insgesamt investiert der Automobilzulieferer eigenen Angaben zufolge in den kommenden fünf Jahren einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich in das Projekt. Gleichzeitig sollen über 200 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Mit der geplanten Kapazität von 400 MWh liefert der neue Standort künftig einen ähnliche Output wie der derzeitige Serienfertigungsstandort des Unternehmens im hessischen Langen. Dort produziert das Unternehmen seit 2018 Batteriesysteme für elektrisch betriebene Busse mit einer Gesamtkapazität von bis zu 300 MWh in Großserien. Damit lassen sich pro Jahr circa 1.500 E-Busse ausstatten. Ab 2020 wird das Werk in Langen jedoch auf 800 MWh ausgebaut. In Michigan erwartet das Unternehmen bis 2021 eine Produktionssteigerung auf 400 MWh im Dreischichtbetrieb. Anfangs fertigt Akasol dort das „AKASystem OEM PRC“-Batteriesystem der zweiten Generation. Kurz darauf sollen Batteriesysteme mit hoher Energiedichte folgen.

Sven Schulz, CEO von Akasol sieht den neuen Standort als wichtiges Puzzlestück der internationalen Expansionsstrategie des Unternehmens:

„Unser neuer Standort in Michigan wird die Geschäftsentwicklung und -aktivitäten mit neuen und bestehenden nordamerikanischen Kunden beschleunigen.“ Darüber hinaus könne das Unternehmen aber so auch „die hohe Nachfrage unserer global agierenden Kunden, insbesondere eines namhaften schwedischen Herstellers von LKWs und Bussen, bedienen“, so Schulz.

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 Jens Scheiner

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Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE