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100 Jahre Preh

Als Preh erstmals Autozubehör lieferte

| Autor/ Redakteur: Thomas Günnel / Thomas Günnel

„Formschöne und elegante“ Autowinker und Blinker weisen Preh den Weg zum Automobil – nach wandelbaren frühen 1930er Jahren für den Automobilzulieferer.

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Jakob, Walter und Rosemarie Preh (v.l.). Jakob Preh war der Gründer des Unternehmens, Walter sein Sohn, Rosemarie dessen Frau.
Jakob, Walter und Rosemarie Preh (v.l.). Jakob Preh war der Gründer des Unternehmens, Walter sein Sohn, Rosemarie dessen Frau.
( Bild: Preh )

Rückblende: Es ist ein Freitag, der 11. März 1949, Preh feiert 30. Geburtstag. Walter Preh, geschäftsführender Gesellschafter und Sohn des Gründers Jakob Preh, spricht in seiner Festrede über die frühen 1930er Jahre, als Preh an einem Wendepunkt steht. „Da musste mein Vater sich nach anderen Fertigungen umsehen“, erzählt er. Jakob Preh findet in Zeiten des Umbruchs die Lösung und wagt den Richtungswechsel – vom Radio zum Automobil.

Preh soll ein internationaler Zulieferer in der Auto-Branche werden, deren Zeichen damals auf Wachstum stehen: „Nach umfangreichen Vorarbeiten“ – betont damals Walter Preh, der Junior – „wurde im Jahre 1932 die Fertigung von Winkern, Blinkern, Scheibenwischern und Lampen aufgenommen. Auch hier war bald der Anschluss an den Export gefunden.“ Eine zukunftsweisende Entscheidung: Die Fertigung von Autowinkern für Personen- und Lastwagen läuft mit einer Fertigungspause im Zweiten Weltkrieg erfolgreich bis 1956. „Voran!“ titelt entsprechend der erste Autozubehör-Prospekt, den Preh 1932 herausbringt.

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Vielfältiges Sortiment

Im Sortiment finden sich Elektro-Autowinker und Blinker-Garnituren, zwei Produkte, die nicht nur sprichwörtlich den Weg weisen: Der „formschöne und elegante Autowinker“ ist hellrot, misst 16 oder 24 Zentimeter und hat ein schwarzes Metallgehäuse. Dazu bietet Preh den sogenannten Auto-Winkerschalter, über den der Fahrer den Winker bedienen kann. Noch dazu in drei Stufen.

Ins Auto-Zubehörsortiment von Preh gehört zudem die „Blinker-Garnitur“ für die „auffällige Richtungsangabe“. Vorstellbar ist sie als kleine Ampel mit einem Blinker rechts wie links. Dieser leuchtet in Rot-Orange, wie ein Blinker heute etwa 90 Mal in einer Minute. Kaum zu übersehen, zeigen diese „Fahrt-Richtungsanzeiger“, wohin die Reise seinerzeit geht – nicht zuletzt für das gesamte Unternehmen.

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