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Studie Aston Martin: Mit Lagonda zurück in die Zukunft

| Autor: Jakob Schreiner

Die Briten haben für die Marke Lagonda eine Rolle im Unternehmen gefunden. Ab 2021 sollen emissionsfreie Luxuskarossen unter dem Label verkauft werden. In Genf hat Aston Martin jetzt eine erste elektrische Studie vorgestellt.

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Das Lenkrad verschwindet auf Wunsch komplett und das Fahrzeugsystem übernimmt die Steuerung des Wagens. Dann kann sich der Fahrer den Sitz um 180 Grad drehen und sich den Fond-Passagieren zuwenden.
Das Lenkrad verschwindet auf Wunsch komplett und das Fahrzeugsystem übernimmt die Steuerung des Wagens. Dann kann sich der Fahrer den Sitz um 180 Grad drehen und sich den Fond-Passagieren zuwenden.
(Bild: Schreiner/»kfz-betrieb« )

Aston Martin reanimiert die ehemals eigenständige Marke Lagonda mit einem Stromschlag. Auf dem Genfer Autosalon haben die Briten dazu die elektrische Studie Lagonda Vision Concept vorgestellt. „Mit der Designstudie werfen wir einen ersten Blick darauf, woran wir uns mit den neuen Lagonda-Modellen orientieren möchten“, sagte Aston Martin Europachef Ulrich Schäfer in einem Gespräch mit dem Schwestermagazin »kfz-betrieb« am Rande der Messe.

Die erste Luxuskarosse sei für 2021 geplant, bereits ein Jahr später soll das nächste Fahrzeug folgen. Denkbar seien ein Coupé und ein SUV.

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Bei Lagonda soll es sich um eine „Zero-Emission“-Marke handeln. „Was das genau bedeutet und auf welchen Antrieb wir setzen, lassen wir bewusst offen. Einen klassischen Motor wird es aber definitiv nicht geben“, so Schäfer weiter. Die gezeigte Studie ist mit einer Feststoffbatterie ausgestattet, die eine Reichweite von echten 650 Kilometern ermöglichen soll. Außerdem soll sie das autonome Fahren der Stufe vier beherrschen. Ansonsten verrät Aston Martin nicht viel mehr über den Antrieb des Vision Concept.

Innenraum im Fokus

Im autonomen Fahrmodus kann das Lenkrad vollständig eingefahren werden, sodass sich die Vordersitzpassagiere um 180 Grad drehen können. Außerdem lässt sich das Lenkrad von links nach rechts verschieben. Allgemein wurde bei der Studie viel Wert auf den Innenraum gelegt, weswegen das Konzept auch von „innen nach außen entworfen“ wurde, um den nutzbaren Innenraum in der Monocab-Karosserie für die vier Passagiere möglichst effizient und komfortabel zu gestalten.

Die ehemals eigenständige Marke Lagonda gehört seit den fünfziger Jahren des vergangen Jahrhunderts zu Aston Martin und machte in der Vorkriegszeit vor allem durch Erfolge beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans auf sich aufmerksam. Später verwendete Aston Martin den Markennamen Lagonda für unterschiedliche Limousinen, wie den keilförmige Aston Martin Lagonda von 1976 mit seinen futuristischen Digital-Instrumenten. Das letzte Lagonda-Modell war der 2014 vorgestellte Taraf, eine auf 200 Exemplare limitierte Oberklassen-Limousine zu einem Stückpreis von einer Million Euro.

Aston Martin feiert Premieren

Der neue Langoda-Rollout ist Teil des „Second-Century“-Plans, den Aston Martin vor knapp zwei Jahren angekündigt hatte. Seitdem ist der britische Luxushersteller in kürzester Zeit von Neuvorstellung zu Neuvorstellung gesprungen. Den Startschuss gab der neue DB11, gefolgt von dem Vantage, der auch in Genf sein Debüt gab. Beide Modelle wird es auch als Cabrio geben.

Ende des Jahres startet der Vanquish-Nachfolger und für 2019 hat Aston Martin mit dem DBX ein SUV und mit dem E-Rapide das erste vollelektrische Modell der Briten angekündigt.

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