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Motorsport Engineering Audi stellt DTM-Version des RS5 vor

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

In Genf zeigte Audi-Sport die DTM-Rennversion des Audi RS5 Coupé. Erstmals wurde das Rennfahrzeug parallel zur Serienversion entwickelt.

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Audi hat auf dem Autosalon in Genf sein neues DTM-Fahrzeug für die Saison 2017 vorgestellt. Im Gegensatz zu den beiden RS5-Vorgängermodellen wurde das Fahrzeug aerodynamisch extremer ausgelegt.
Audi hat auf dem Autosalon in Genf sein neues DTM-Fahrzeug für die Saison 2017 vorgestellt. Im Gegensatz zu den beiden RS5-Vorgängermodellen wurde das Fahrzeug aerodynamisch extremer ausgelegt.
(Bild: Audi)

Audi hat auf dem Genfer Autosalon das neue Rennfahrzeug für das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) vorgestellt. Der Audi RS 5 der dritten Generation wurde erstmals parallel zur Serienversion entwickelt. Ziel des neuen Reglements für die neue Saison war es, das Fahrverhalten anspruchsvoller zu gestalten und die Leistung der Piloten in den Vordergrund zu rücken. Unter anderem wurde dafür der aerodynamische Abtrieb der DTM-Rennwagen reduziert. Entscheidend hierfür sind bei allen Autos geometrisch veränderte, einheitliche Frontsplitter, Unterböden und Heckdiffusoren. Auch die Bodenfreiheit wurde per Reglement vergrößert.

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Extremere Aerodynamik

Im Gegensatz zu den beiden RS5-Vorgängermodellen wurde der neue DTM-Bolide von Audi aerodynamisch extremer ausgelegt. Dies zeigt sich vor allem im Bereich der Frontpartie und der hinteren Radhäuser. Der Singleframe-Kühlergrill besteht aus einer hauchdünnen Folie. Rund um die hinteren Radhäuser lässt das Reglement den Technikern mehr Freiheiten. Die Radhäuser wurden auf maximalen Abtrieb und Effizienz entwickelt. Neu ist auch der Heckflügel, der nun aus zwei Blättern besteht. Um den Wirkungsgrad des „Drag Reduction Systems“ (Luftwiderstands-System) zu erhöhen, klappt nicht mehr der gesamte Flügel nach unten, sondern wie in der Formel 1 wird das obere Flügelblatt flach gestellt – was in der DTM künftig mehr Überholmanöver ermöglichen soll.

Über 500 PS Leistung

Um die Spannung bei den Zuschauern zu erhöhen, liefert Reifenpartner Hankook weichere Pneus an alle Teams von Audi, BMW und Mercedes. Sie erlauben einerseits schnellere Rundenzeiten, bauen aber bewusst nach kurzer Zeit bereits deutlich ab. Gleichzeitig leistet der vier Liter große V8-Motor des Audi RS 5 DTM nun mehr als 500 PS – dank Modifikationen an Ansaugtrakt und Kühlsystem. In der DTM sind nur V8-Motoren mit einem Zylinderbankwinkel von 90 Grad, maximal vier Litern Hubraum und maximal vier Ventilen pro Zylinder zugelassen.

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