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Audi: Wortmann wird Vertriebs- und Markenvorstand

| Autor / Redakteur: Christoph Seyerlein / Jens Scheiner

Hildegard Wortmann übernimmt spätestens zum 1. Juli 2019 die Verantwortung für Vertrieb und Marketing bei Audi.
Hildegard Wortmann übernimmt spätestens zum 1. Juli 2019 die Verantwortung für Vertrieb und Marketing bei Audi. (Bild: BMW)

Im Audi-Vorstand wird künftig auch eine Frau vertreten sein. Hildegard Wortmann übernimmt die Verantwortung für Vertrieb und Marketing der Ingolstädter. Die erfahrene Automanagerin kommt von der direkten Konkurrenz.

Ex-BMW-Topmanagerin Hildegard Wortmann steigt beim Konkurrenten Audi im Vorstand ein. Wie die Ingolstädter am Dienstag (8. Januar) mitteilten, übernimmt die 52-Jährige spätestens zum 1. Juli 2019 die Verantwortung für Vertrieb und Marketing. Ein früherer Einstieg wäre wohl nur möglich, wenn BMW die Wettbewerbsklausel aus Wortmanns bisherigem Vertrag streichen sollte.

Bei Audi folgt Wortmann auf Bram Schot. Dieser hat mittlerweile den Vorsitz des Audi-Vorstands übernommen und leitet derzeit noch das Vertriebs- und Marketingressort in Personalunion. Schot sagte, dass Wortmann bei der Transformation der Marke „eine entscheidende Rolle“ zukomme.

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Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Audi-Konzernmutter Volkswagen und Aufsichtsratschef der Ingolstädter, bezeichnete Wortmann als „die ideale Managerin“, um einen der größten Geschäftsbereiche im Unternehmen neu auszurichten. Audi-Betriebsratschef Peter Mosch, der mit den Managern des Herstellers zuletzt nicht immer auf einer Linie gelegen hatte, sagte: „Wir begrüßen Hildegard Wortmanns Berufung in den Audi-Vorstand ausdrücklich und erwarten von ihr viel frischen Wind, um unsere Marke nachhaltig zu schärfen.“

Wortmann war 1998 bei BMW eingestiegen und hatte eine steile Karriere bis hin zur Leitung der Kernmarke hingelegt. Lange galt sie als potenzielle Nachfolgerin für Peter Schwarzenbauer, der im Vorstand unter anderem Mini verantwortet, in absehbarer Zeit aus Altersgründen aber ausscheiden wird. Wortmanns Ernennung zur Leiterin der Vertriebsregion Asien-Pazifik ohne den wichtigsten Markt China im Jahr 2017 werteten viele Branchenkenner allerdings als Karriere-Knick.

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