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Elektromobilität Audis Projekthaus Hochvolt-Batterie

| Autor / Redakteur: Jens Meiners / Michael Ziegler

Audi forscht im neuen Projekthaus Hochvolt-Batterie in Gaimersheim an neuen Batteriekonzepten – und will alle Komponenten der E-Mobilität in Eigenleistung entwickeln können.

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Audi e-tron Spyder: Die Batteriemodule für die e-tron-Modelle entwickeln die Ingolstädter in ihrem neuen „Projekthaus Hochvolt-Batterie“.
Audi e-tron Spyder: Die Batteriemodule für die e-tron-Modelle entwickeln die Ingolstädter in ihrem neuen „Projekthaus Hochvolt-Batterie“.
(Audi)

Die Luft scheint aus der Elektromobilitätsblase langsam zu weichen: Marktfähige Fahrzeuge lassen auf sich warten, kritische Stimmen mehren sich, die Nervosität steigt. Audi-Chef Rupert Stadler lieferte jüngst auf dem Wiener Motorsymposium einen flammenden Appell an die Ingenieure – und warb um eine „Anschubhilfe durch die Politik“. Denn: „Die Anzahl der Early Adapters ist leider überschaubar.“

Wer nun glaubt, dass Audi die E-Mobilität zukünftig auf Sparflamme bearbeitet, liegt falsch. Im Gegenteil: Der neue Entwicklungschef Wolfgang Dürheimer gilt als Anhänger der Elektrifizierung – und er übernimmt von seinem Vorgänger Michael Dick ein gut bestelltes Feld. Die Grundlagenforschung betreibt Audi unter anderem in dem am 9. Mai eröffneten Projekthaus Hochvolt-Batterie. Hier entstehen gemeinsam mit dem japanischen Zulieferer Panasonic aus Lithium-Ionen-Zellen fertige Module. Begonnen wurde das Projekt noch mit Sanyo; die Elektronikmarke gehört mittlerweile zum Panasonic-Konzern.

Mehr als 100 Entwickler für neue Batteriemodule

Im oberbayerischen Gaimersheim – in komfortabler Nähe zum Audi-Werk Ingolstadt – arbeiten jetzt auf 3.500 Quadratmetern Fläche mehr als 100 Entwickler an neuen Batteriemodulen. Batterie-Technikum, Prüffeld und Bürotrakt wurden in zwei Jahren komplett aufgebaut. Neben Prototypen können hier auch Kleinserien entstehen – beispielsweise für die ersten e-tron-Modelle. Audi will zu Versuchszwecken eine zweite Serie des kompakten A1 e-tron auflegen. Eine vollelektrische Variante des R8 ist ebenfalls angekündigt. Die Ingenieure und die fast 100 weiteren Mitarbeiter können sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen.

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