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Mobilitätskonzepte

Autonom und elektrisch: Shuttle Navya Arma

| Autor/ Redakteur: Christian Otto / Thomas Günnel

Die Firma Navya ist erst seit drei Jahren am Markt – doch das Interesse von Investoren und Partnern ist groß. Der Grund ist der Shuttle-Bus Arma: Er fährt rein elektrisch und kommt auf vorgegebenen Strecken ohne Fahrer aus.

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Der Shuttle-Bus Arma des Unternehmens Navya fährt rein elektrisch und kommt auf vorgegebenen Strecken ohne Fahrer aus.
Der Shuttle-Bus Arma des Unternehmens Navya fährt rein elektrisch und kommt auf vorgegebenen Strecken ohne Fahrer aus.
(Bild: Navya)

Villeurbanne bei Lyon – so lautet eine eher unbekannte Adresse in der Branche: Sie ist die Heimat des Unternehmens Navya, das sich auf autonome Fahrzeuge spezialisiert hat. Seit der Gründung im Jahr 2014 wachsen die Franzosen kontinuierlich und seit September 2015 tritt das Unternehmen auch zunehmend öffentlichkeitswirksam auf. Damals gelang dem Team der Launch des Shuttle-Busses „Navya Arma“. Bis jetzt haben mehr als 35 Arma-Shuttle-Busse weit über 50.000 Kilometer abgespult und mehr als 130.000 Menschen in Städten wie Lyon, Michigan oder dem Schweizer Sion transportiert. Mit dem Bus schaffte es die Firma – die der ehemalige Videospielentwickler Christoph Sapet leitet – in diesem Jahr sogar auf die Leitmesse CES nach Las Vegas. Das Besondere an dem Konzept: Das Fahrzeug ist zu 100 Prozent autonom, fahrerlos und elektrisch unterwegs. In dem Shuttle finden 15 Passagiere Platz. Davon können elf sitzen und vier stehen. Die Beförderten sollen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h transportiert werden. Allerdings ist der Arma zumeist mit 25 km/h unterwegs.

Die Entwicklungsleistung für das Projekt kommt vom Navya-F&E-Zentrum in Paris. Insgesamt hat das Unternehmen mit seinen inzwischen 360 Experten laut eigenen Angaben schon über 200.000 Stunden Engineering in das Fahrzeug gesteckt. Die Produktionswerke, Test- und Validisierungsteams sowie die Administration sitzen wiederum in der Nähe von Lyon.

Über den Autor

 Christian Otto

Christian Otto

stellvertretender Chefredakteur, AUTOMOBIL INDUSTRIE