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Antriebstechnik AVL stellt hochgezüchteten Konzeptmotor vor

Redakteur: Wolfgang Sievernich

Ausgestattet mit zwei Abgasturboladern und elektrischer Zusatzaufladung, weist der Benzin-Konzeptmotor bei 1,75 Liter Hubraum eine Spitzenleistung von 474 PS auf.

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Um die Leistung von 200 Kilowatt pro Liter zu erreichen, setzte AVL beim Projekt Hyper 200 eine Bi-Turbo-Aufladung mit Zweistufen-Kompressor und einstufiger Turbine ein.
Um die Leistung von 200 Kilowatt pro Liter zu erreichen, setzte AVL beim Projekt Hyper 200 eine Bi-Turbo-Aufladung mit Zweistufen-Kompressor und einstufiger Turbine ein.
(Foto: Gerhard Langusch)

Der österreichische Entwicklungsdienstleister AVL hat einen neuen Konzeptmotor in einem Alfa Romeo 4c Sportwagen vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein leistungsoptimiertes Aggregat mit zwei Abgasturboladern und elektrischer Zusatzaufladung. Basierend auf dem serienmäßigen 1,75 Liter Otto-Motor weißt das überarbeitete Aggregat eine Spitzenleistung von 474 PS bei 8.000 Umdrehungen pro Minute auf.

Hintergrund der Entwicklung sei der Wunsch bestehende Sechszylindermotoren durch leistungsstärkere, hubraumreduzierte Vierzylindermotoren mit geringem CO2-Ausstoß zu ersetzen. Durch den Modulgedanken liessen sich mit einer Motorenfamilie sowohl geringere Verbräuche, als auch unterschiedliche Leistungskonzepte darstellen. Mit dem Projekt „AVL Hyper 200“ will der Entwicklungsdiensleister zeigen, wie im Hochleistungssegment noch mehr Leistung mit downgesizten Motoren erreicht werden kann. Mit 200 Kilowatt pro Liter und insgesamt 474 PS ist bei gerade mal 1.000 Kilogramm Fahrzeuggewicht ein Hochleistungssportwagen entstanden. Dennoch soll das Fahrzeug der neuen neuesten RDE-Gesetzgebung (Real Driving Emissions) gerecht werden.

Bi-Turbo, Kompressor und Turbine in einem

Um die Leistung von 200 Kilowatt pro Liter zu erreichen, setzte AVL eine Bi-Turbo-Aufladung mit Zweistufen-Kompressor und einstufiger Turbine ein. Eine Zwischenkühlung soll moderate Temperaturen beim Verdichteraustritt ermöglichen. Zudem

erziele das Auflade-Aggregat einen hohen Wirkungsgrad in einem breiten Summen-Verdichterkennfeld. Ein mit 48V betriebener, elektrischer Zusatzverdichter soll ein ausgewogenes Ansprechverhalten in allen Drehzahlbereichen sicherstellen. Um das Aggregat dauerhaft haltbar zu machen, wurden Pleuel, Kolben, Ventilsteuerung und das Zylinderkopfkühlsystem optimiert.

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