Aweba: Werkzeugbauer und Komplettanbieter

Autor / Redakteur: Ralf Högel / Thomas Günnel

Groß ist oft nicht groß genug – eine Erfahrung vieler Mittelständler insbesondere im internationalen Automobilgeschäft. Der Aweba Werkzeugbau ist es gelungen, in kurzer Zeit vom Spezialisten zum weltweit gefragten Komplettanbieter aufzusteigen.

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Die Aweba Werkzeugbau begann mit Werkzeugen wie dem gezeigten Schneidwerkzeug.Heute ist das Unternehmen ein Komplettanbieter im Werkzeug- und Vorrichtungsbereich.
Die Aweba Werkzeugbau begann mit Werkzeugen wie dem gezeigten Schneidwerkzeug.Heute ist das Unternehmen ein Komplettanbieter im Werkzeug- und Vorrichtungsbereich.
(Foto: Aweba)

Zum besseren Verständnis: Aweba zählte bereits in der jüngeren Vergangenheit mit über 400 Beschäftigten zu den bedeutenden Werkzeugbauern in Europa. Das Unternehmen mit seiner ursprünglichen Fokussierung auf Werkzeuge für den Antriebsstrang machte sich durch wegweisende technologische Entwicklungen auch international einen Namen. So entwickelten die Sachsen Werkzeuge für hochpräzise Getriebekomponenten, die mit der Kombination aus Umformen und Feinschneiden in einem Werkzeugsatz noch heute ein weltweit einmaliges Know-how bieten. „Die Aweba vereint eine über 130-jährige Tradition mit großer Innovationskraft und hat immer wegweisende Entwicklungen auf den Weg gebracht.

Doch das allein reicht nicht aus, um von den Großen im globalen Automobilgeschäft als führender Lieferant wahrgenommen zu werden. Automobilproduzenten und Tier 1 wünschen sich auch im Werkzeugbereich Lösungen für komplexe Aufgabenstellungen aus kompetenter und verlässlicher Hand. Um dies kontinuierlich und langfristig zu gewährleisten, müssen wir konsequent auf Wachstum setzen und uns zum schlagkräftigen Komplettanbieter entwickeln“, sagt Dipl.-Ing. Udo Binder, Geschäftsführer der Aweba Werkzeugbau.

Fit für automobile Applikationen

In den zurückliegenden vier Jahren hatte der Ausbau der Aweba samt kompromissloser Ausrichtung auf die Kundenanforderungen absolute Priorität. Investitionen in den Maschinenpark und in die Personalentwicklung sowie die Stärkung der Vertriebsaktivitäten und zunehmende internationale Vernetzung in Form strategischer Partnerschaften und Firmenzukäufe ließen den Aweba Werkzeugbau von gestern zur leistungsfähigen Aweba Group wachsen, mit einem breiten, auf die Anforderungen der Automobilindustrie zugeschnittenen Leistungsspektrum.

Die Aweba Group ist heute ein Komplettanbieter im Werkzeug- und Vorrichtungsbereich und kann mit ihrem breiten Produktspektrum anspruchsvollen Aufgabenstellungen aus der Automobilindustrie gerecht werden. Die Palette reicht von Umform-, Schneid-, Feinschneid- und IHU-Werkzeugen über Druckgießformen bis hin zu Werkzeugen für Mechatronikkomponenten. Darüber hinaus gehören bei der Aweba Group Leistungen in den Bereichen Produktentwicklung, Vorrichtungsbau und Automatisierungseinrichtungen ebenso zu den Kernkompetenzen wie Instandhaltung, Reparatur und Ersatzteilversorgung. Mit dieser Ausrichtung ist die Aweba Lieferant der Automobilindustrie und deren Entwicklungspartner. Ziel ist es, den Kunden kompetent zu deren gesamten Herstellungsprozess und den dazugehörenden Werkzeugen, Mess-, Bearbeitungs- , Schweiß- und Montagevorrichtungen zu bieten, die sie für die Herstellung ihres Produktes benötigen.

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Über die Aweba Group

Die Aweba Werkzeugbau GmbH Aue ist einer der größten konzernunabhängigen Werkzeugbaubetriebe in Europa. Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung von Urform- und Umformwerkzeugen für den Antriebsstrang spezialisiert.

Alle Bearbeitungsprozesse der Präzisionswerkzeuge erfolgen im eigenen Haus: in einem Hightech-Maschinenpark mit klimatisierten Messräumen, leistungsstarken Pressen und einem Härtereibetrieb. Aweba wurde gegründet im Jahr 1882 als Spezialfabrik für Schnitt- und Stanzwerkzeuge. Derzeit beschäftigt das Unternehmen knapp 600 Mitarbeiter.

Wachstum trotz Niedrigpreiskonkurrenz

Die Konzeption, Konstruktion und Lieferung von Werkzeugen für die Produktherstellung sowie Vorrichtungen zur Qualitätssicherung und Weiterverarbeitung von einem einzigen Lieferanten garantiert prozessübergreifend abgestimmte Produktionsmittel aus einem Guss – geringstmögliche Aufwendungen für kundenseitige Betreuung und Projektleitung. „Dabei ist das eigentliche Kapital unseres Werkzeugbaus das fundierte Know-how und die Erfahrung aus Tausenden erfolgreich realisierten Projekten. Mit dieser Expertise setzen wir unseren Wachstumskurs trotz der Niedrigpreiskonkurrenz aus Fernost konsequent fort“, ist sich Udo Binder sicher.

Nach Ansicht Binders teilt sich der Markt seit längerem in Einfach-Werkzeuge, die überwiegend preisgünstig aus Niedriglohnländern bezogen werden und in den Highend-Werkzeugbau, in dem Mitteleuropa eine führende Rolle einnimmt. „Wir produzieren heute mit modernsten Maschinen und Messmitteln Präzisionswerkzeuge im Toleranzbereich weniger Mikrometer. Sämtliche Werkzeuge und Vorrichtungen werden in voller Verantwortung im eigenen Unternehmen hergestellt. Allgemeinen Tendenzen oder Entwicklungen, komplette oder teilmontierte Werkzeuge in Fernost zu beschaffen und hier mit einem angebrachten Label „Made in Germany“ zu verkaufen, verschließen wir uns vollständig“, betont Binder.

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