Elektromobilität Batterien für Europas E-Autos: Wer baut die Gigafactories?

Autor / Redakteur: Gerald Scheffels / Thomas Günnel

Mindestens zwanzig „Gigafactories“ werden 2025 die Batterien für Europas Elektroautos fertigen – so die Prognose. Wer baut die Fabriken, und wie zukunftssicher sind die Milliarden-Investitionen der Betreiber?

Komplexer Prozess: die Batterieproduktion, hier die Fertigung von Batteriepacks bei Valmet Automotive in Salo/Finnland.
Komplexer Prozess: die Batterieproduktion, hier die Fertigung von Batteriepacks bei Valmet Automotive in Salo/Finnland.
(Bild: Valmet)

Um etwa 400 Gigawattstunden soll die jährliche Produktionskapazität für Batteriezellen in Europa von 2020 bis 2025 anwachsen – das wären rund zwanzig „Gigafactories“. Dann werden in Europa Batterien für acht Millionen Elektrofahrzeuge pro Jahr gefertigt. So prognostiziert es „Transport & Environment“, eine Dachorganisation von rund 60 europäischen Umweltschutzverbänden. Eine ähnliche Entwicklung sieht die Managementberatung Porsche Consulting.

Die Kapazitäten werden gebraucht, um den Bedarf der Autohersteller und ihrer Kunden zu decken. Jede einzelne Fabrik erfordert aber auch Giga-Investitionen in Milliardenhöhe – ob sich das rechnet, ist nicht ausgemacht. Ein Grund dafür ist der Preisdruck. Frank Seuster, Partner von Porsche Consulting: „In den vergangenen zwanzig Jahren sind die Batteriepreise schon um fast 90 Prozent auf unter 100 Euro pro kWh gesunken. Der Zielpreis der Fahrzeughersteller liegt aber mit 50 Euro pro kWh auf Zellebene noch deutlich niedriger.“

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