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Bericht: Audi fährt Produktion in zwei deutschen Werken herunter

| Autor/ Redakteur: dpa/sg / Svenja Gelowicz

Der Ingolstädter Autohersteller kämpft mit Überkapazitäten in der Produktion. Laut einem Bericht des „Handelsblatt“ will Audi deshalb die Jahreskapazität deutlich senken.

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Audi leidet unter schwachen Absätzen. Bereits Ende Oktober hatte das Unternehmen seine Prognose für das laufende Jahr leicht nach unten korrigiert.
Audi leidet unter schwachen Absätzen. Bereits Ende Oktober hatte das Unternehmen seine Prognose für das laufende Jahr leicht nach unten korrigiert.
(Bild: Audi)

Audi könnte seine Produktionskapazitäten in den beiden deutschen Werken Ingolstadt und Neckarsulm deutlich drosseln. Derzeit soll es Gespräche über eine mögliche Reduzierung von jeweils rund 100.000 Fahrzeugen pro Jahr an beiden Standorten geben. Ein entsprechender Bericht des „Handelsblatt“ wurde am Dienstag (5. November) aus Unternehmenskreisen bestätigt. Zudem droht dem Blatt zufolge ein Stellenabbau, der aber sozialverträglich gestaltet werden soll.

Gespräche über eine Reduzierung der Kapazitäten laufen bereits seit längerem, nun wurde erstmals eine Dimension bekannt. Ein Sprecher von Audi wollte die Zahlen nicht kommentieren, sagte aber: „Es geht unter anderem darum, die Kapazitäten so auszurichten, dass die Werke insgesamt profitabel und wirtschaftlich flexibel arbeiten.“ Zudem betonte er: „Wir stehen zur Beschäftigungsgarantie bis 2025.“

200.000 Fahrzeuge weniger

Laut des „Handelsblatt“ werden in diesem Jahr in Ingolstadt statt möglichen 550.000 bis 600.000 Fahrzeugen nur 420.000 vom Band rollen. In Neckarsulm liege die Kapazität bei 300.000 Fahrzeugen, im vergangenen Jahr produzierte der Standort jedoch nur 186.000 Autos. Eine solche Unterauslastung ist schlecht für die Rentabilität. Daher soll in beiden Werken die Jahreskapazität schrumpfen.

Audi leidet unter schwachen Absätzen. Erst vergangene Woche hat das Unternehmen seine Prognose für das laufende Jahr leicht nach unten korrigiert. Konzernchef-Chef Bram Schot will bis 2022 rund 15 Milliarden Euro einsparen, um das Unternehmen wieder profitabler zu machen.

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