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Wirtschaft Bericht: Daimler will weitere 5.000 Stellen streichen

| Autor: Svenja Gelowicz

Der Sparkurs des Stuttgarter Autoherstellers könnte deutlich schärfer ausfallen, als bislang bekannt ist. Laut einem Medienbericht will Daimler insgesamt 15.000 Stellen abbauen.

Der Stuttgarter Autohersteller muss sparen.
Der Stuttgarter Autohersteller muss sparen.
(Bild: Daimler)

Daimler hat sich einen strengen Sparplan auferlegt. Die Stuttgarter müssen den Gürtel enger schnallen und streichen dafür mindestens 10.000 Stellen – so die offizielle Ankündigung. Gründe dafür sind eine hohe Diesel-Rechnung und massive Kosten für Zukunftstechnik. Laut einem Bericht von „Handelsblatt“ sind jedoch deutlich mehr Jobs betroffen: Der Autohersteller wolle weitere 5.000 Arbeitsplätze abbauen. Die Wirtschaftszeitung beruft sich auf Konzernkreise. Daimler wollte das nicht kommentieren. Die Jobs sollen durch Abfindungen, Frühpensionierungen und Altersteilzeit abgebaut werden.

Der Gesamtbetriebsrat betonte gegenüber „dpa“, er kenne die Zahl nicht und wolle sie auch nicht weiter kommentieren. Es gebe keine Vereinbarung über eine konkrete Zahl an Arbeitsplätzen, die wegfallen sollen. „Diese Zahlenspielchen, wer auch immer sie in die Welt setzt, bringen uns keinen Meter weiter“, hieß es von der Arbeitnehmervertretung.

Dem „Handelsblatt“-Bericht zufolge sucht der Konzern auch für das Innovationsprojekt Lab1886 einen Mehrheitseigner. Zuvor gab es Gerüchte, der Autobauer wolle die Innovationsschmiede schließen. Das hat Daimler dementiert.

Daimler verkündet am Dienstag seine Bilanz

Am Dienstag (11. Februar) wird Daimler in Stuttgart seine Geschäftszahlen präsentieren. Den Vorab-Zahlen zufolge erzielte Daimler einen operativen Gewinn von 5,6 Milliarden Euro – gerade einmal halb so viel wie 2018. Und bereits im vorvergangenen Jahr musste Daimler deutlich Federn beim Gewinn lassen.

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 Svenja Gelowicz

Svenja Gelowicz

Redakteurin Wirtschaft und Mobilität