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IAA 2015 Bertrandt mit Fahrdynamik-Simulator

| Redakteur: Jens Scheiner

Der Bertrandt-Konzern zeigt auf der IAA 2015 in Halle 5.1 am Stand B20 seine Neuentwicklungen. Zu den Highlights zählen dieses Jahr der Fahrdynamiksimulator und das Bedienkonzept „b.Motion II“.

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Besucher können am Fahrdynamiksimulator ihr individuelles Fahrverhalten live erleben – Fahrdynamikregel- und Fahrerassistenzsysteme inklusive.
Besucher können am Fahrdynamiksimulator ihr individuelles Fahrverhalten live erleben – Fahrdynamikregel- und Fahrerassistenzsysteme inklusive.
(Foto: Bertrandt)

Besucher können am Fahrdynamiksimulator ihr individuelles Fahrverhalten live erleben – Fahrdynamikregel- und Fahrerassistenzsysteme inklusive. Durch die Fahreradaption passen sich die Assistenzfunktionen individuell an den Anwender an. Grundsätzlich besteht der mobile Simulator aus zwei Modulen. Eine Plattform trägt den Fahrersitzplatz mit Lenkrad und Pedalerie. Die Fahrumgebung wird mit Hilfe von drei Monitoren visualisiert. Das zweite Element besteht aus einem Quadropod mit vier elektromechanischen Zylindern, auf den die Plattform montiert wird. So kann die Bewegung in vier Freiheitsgraden– Nicken, Wanken, Huben und Gieren – simuliert werden.

Simulation unter reellen Bedignungen

Neben den elektromechanischen Zylindern sind vier weitere Aktoren im Einsatz, die Anregungen im Frequenzbereich >10 Hz darstellen können. Diese bilden nach eigenen Angaben hochfrequente Einflüsse ab, die über die Fahrbahn, das Fahrwerk und die Lenkung in das Fahrzeug eingeleitet werden. Die Gesamtfahrzeug-Simulation mithilfe des Echtzeitsystems CarMaker und MATLAB/Simulink ermöglicht es, Fahrdynamikregel- und Fahrerassistenzsysteme schnell zu implementieren, ihre Wirkungsweise darzustellen und die Auswirkungen verschiedener Abstimmungen und Regelstrategien subjektiv erlebbar zu machen. Wie das Unternehmen mitteilte lassen sich durch die freie Modellierung der Fahrzeugumgebung kritische Fahrzustände reproduzierbar nachstellen. Weiterhin gewährt der Demonstrator Einblick in den aktuellen Entwicklungsstand, wie Umgebungs- und Fahrstilerkennung mit der Sensorik eines vollausgestatteten Premium-Fahrzeugs kombiniert werden können. Diese Datenfusion ermöglicht Fahrerassistenzsystemen, das individuelle menschliche Verhalten zu adaptieren und infolge die Akzeptanz des Anwenders für neue Technologien zu steigern – beispielsweise, um den Fahrer an das automatisierte Fahren heranzuführen.

Bertrandt hat ein Bedienkonzept entwickelt, um visuelle und manuelle Ablenkungen des Fahrers durch die neuen Infotainmentsysteme zu reduzieren.
Bertrandt hat ein Bedienkonzept entwickelt, um visuelle und manuelle Ablenkungen des Fahrers durch die neuen Infotainmentsysteme zu reduzieren.
(Foto: Bertrandt)

Gesten- und Anzeigekontrollsystem

Bertrandt hat ein Bedienkonzept entwickelt, um visuelle und manuelle Ablenkungen des Fahrers durch die neuen Infotainmentsysteme zu reduzieren. Wie das Unternehmen mitteilte basiert das Konzept „b.Motion II“ auf einem berührungslosen Gesten- und Anzeigekontrollsystem (GVCS, Gesture & Visual Control System). Der Fahrer kann Funktionen durch Handbewegungen steuern, ohne den Blick von der Straße abzuwenden. Ein Head-Up-Display (HUD) projiziert die Systemrückmeldungen sowie weitere Menüfunktionen auf die Windschutzscheibe direkt in sein Sichtfeld. Im Messe-Exponat erfasst ein 3-D-Motion-Sensor die Gestensignale und wandelt diese mithilfe entwickelter Algorithmen in Steuerbefehle um. Der Einbau des Sensors in der Mittelarmlehne ermöglicht eine ergonomische Bedienung sowie die sichere Positionierung der Hand im Erfassungsfeld des Sensors.

Ausgewählte Menüfunktionen wurden als Android-Anwendung entwickelt und für die Darstellung über Head-Up-Displays optimiert. Um die Bedienung des Systems einfach zu halten, beschränken sich die Gestensteuerungen auf maximal drei Handhaltungen. Weitere Funktionen aus den Infotainment- und Fahrerinformations-Systemen können im Gesture & Visual Control System ergänzt werden.

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