Diesel-Affäre Beweise gesichert: Möglicher Abgasbetrug bei Hyundai und Kia

Quelle: dpa

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Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die koreanischen Fabrikate Kia und Hyundai. Der Verdacht auf einen Diesel-Betrug steht im Raum.

Acht Objekte in Deutschland und Luxemburg wurden von Ermittlern der Frankfurter Staatsanwaltschaft durchsucht.
Acht Objekte in Deutschland und Luxemburg wurden von Ermittlern der Frankfurter Staatsanwaltschaft durchsucht.
(Bild: Hyundai )

Im Skandal um illegale Abschalteinrichtungen bei Dieselfahrzeugen stehen nun auch die koreanischen Hersteller Hyundai und Kia unter konkretem Betrugsverdacht. Um Beweise zu sichern ließ die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Dienstag (28. Juni) Räume der beiden Firmen im Rhein-Main-Gebiet sowie des Zulieferers Borg Warner durchsuchen, wie die Justiz mitteilte. Beteiligt waren rund 180 Ermittler in acht Objekten in Deutschland und Luxemburg. Koordiniert wurde die Aktion von der EU-Behörde Eurojust.

Mehr als 210.000 Dieselfahrzeuge betroffen

Ein Sprecher der Hyundai-Europazentrale in Offenbach erklärte am Dienstag lediglich, dass man die Ermittlungen vollständig unterstütze. Es geht um mehr als 210.000 Dieselfahrzeuge, die bis 2020 zugelassen wurden.

Die Motorsteuerung soll den Ermittlern zufolge dafür gesorgt haben, dass die Abgasreinigung in vielen Alltagssituationen abgeschaltet oder eingeschränkt wurde. Die entsprechenden Abgasnormen seien nicht erreicht und die Kunden getäuscht worden.

Zuerst hatte der Volkswagen-Konzern derartige Abschalteinrichtungen zugegeben. Auch gegen zahlreiche andere Hersteller und Zulieferer wurde bereits wegen ähnlicher Sachverhalte ermittelt.

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