BMW Frank Weber bestätigt CES-Highlights für die Serie

Von Jens Rehberg

Der Entwicklungsvorstand des Münchner Autobauers hat in einem Gespräch mit „Auto Motor und Sport“ die Absicht bekräftigt, neue Features der auf der CES gezeigten BMW-Studie auch in der Serie einzusetzen.

Seit 20 Jahren schon entwickelt BMW Head-up-Displays für Autos.
Seit 20 Jahren schon entwickelt BMW Head-up-Displays für Autos.
(Bild: BMW)

Neben dem erweiterten Head-up-Display sollen auch Oberflächen, die die Farben wechseln können, in die neue Generation von E-Autos des Herstellers eingebaut werden. Das kündigt BMW-Entwicklungsvorstand Frank Weber in einem Interview der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ an, die am Donnerstag erscheint. BMW hatte die Neuerungen im Rahmen eines Konzeptautos auf der Technologiemesse CES Anfang Januar in Las Vegas vorgestellt.

„Grundsätzlich ist das für uns ein denkbarer Weg in die Zukunft, das kann ich bestätigen. Konzeptionell ist das System sehr anspruchsvoll, aber auch spektakulär: Anders als heute werden Einblendungen für alle Passagiere sichtbar sein“, wird Weber hinsichtlich des neuen, sehr breiten Displays in dem Interview zitiert.

Auch wechselnde Farboberflächen werde es geben. „Wir wollen das Auto damit quasi zum Leben erwecken. Der Eindruck, dass sich das Auto an seine Umgebung anpassen kann, schafft eine spannende Wirkung. In der Umsetzung ist das nicht trivial, aber die Veränderbarkeit von Oberflächen wird Einzug halten, daran glauben wir – auch als ästhetisches Element.“

Zudem kommentierte der Vorstand den künftigen Verzicht auf den Dreh-Drück-Steller „I-Drive“, der 2001 im vierten 7er (E65) noch die BMW-Kundschaft spaltete: „Die CES-Studie hat keinen I-Drive-Controller mehr, weil die Bedienung immer mehr weggeht von listenbasierten Darstellungen. Vor 25 Jahren gab es noch keine Bedienung per Touch über Displays.“ Künftig sei der I-Drive-Controller nicht mehr zwangsläufig das optimale Bedienelement – „davon kann man ausgehen“, so der Manager.

Verbrenner-Abgesang könnte voreilig sein

Im Zusammenhang mit der ab 2025 erwarteten „Neuen Klasse“ äußerte sich Weber zudem kritisch über den weit verbreiteten Abgesang auf Verbrenner. „Damit sollte man sehr vorsichtig sein“, sagte er im Gespräch mit der AMS. „Schließlich zeigt sich schon heute, wie schwierig es ist, die nötigen Rohstoffe für E-Autos zu beschaffen.“ Um E-Mobilität in Summe zum Erfolg zu führen, seien Dinge notwendig wie bezahlbarer Grünstrom für die Produktion und den Betrieb der Fahrzeuge, nachhaltig gewonnene und bezahlbare Rohstoffe, geschlossene Recyclingprozesse sowie eine ausreichende öffentliche Lade-Infrastruktur.

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