Entwicklung

BMW eröffnet Campus für autonomes Fahren

| Autor: Svenja Gelowicz

Der neue BMW-Campus in Unterschleißheim auf 23.000 Quadratmeter Bürofläche bietet Platz für 1.800 Mitarbeiter.
Der neue BMW-Campus in Unterschleißheim auf 23.000 Quadratmeter Bürofläche bietet Platz für 1.800 Mitarbeiter. (Bild: BMW)

In Unterschleißheim bei München will BMW künftig modernste Fahrerassistenzsysteme vorantreiben: Dafür hat der OEM einen Campus für autonomes Fahren in Betrieb genommen – und bekennt sich damit zum Standort Bayern.

Der Münchner Autohersteller BMW eröffnet in Unterschleißheim ein neues Entwicklungszentrum für autonomes Fahren. BMW hat vor rund 15 Monaten die Entscheidung gefällt, dort die Entwicklungskompetenz für Fahrerassistenzsysteme sowie für hoch- bzw. vollautomatisiertes Fahren zu bündeln. Der Campus bietet laut BMW mit 23.000 Quadratmeter Bürofläche Platz für 1.800 Mitarbeiter – dabei entstünden auch zahlreiche neue Arbeitsplätze.

Allein im vergangenen Jahr hat das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 1.000 neue Mitarbeiter für die wichtigen Zukunftstechnologien eingestellt. Besonders gesucht sind IT-Spezialisten und Softwareentwickler in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Data Analysis.

In Unterschleißheim arbeiten Experten von BMW, dem Chiphersteller Intel und anderen Tech-Unternehmen an einer gemeinsamen, für viele Hersteller nutzbaren Plattform für vernetzt und autonom fahrende Autos. Auch Fiat-Chrysler gehört zu den Partnern. 40 Testautos sind bereits im Einsatz. BMW-Chef Fröhlich sagte, Millionen Testkilometer seien nötig – ein Hersteller allein könne die Herausforderungen gar nicht meistern, schon gar nicht schnell genug. BMW will seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung dieses Jahr um eine weitere Milliarde auf sieben Milliarden Euro erhöhen.

Modernes Arbeitsumfeld

Der Campus für autonomes Fahren soll den Entwicklern ein modernes Arbeitsumfeld bieten: ein offenes Raumkonzept, flexible Nutzung von Büroflächen, eine vielschichtige und kreative Arbeitsumgebung. Die Vorteile laut BMW: Flexibilität, Effizienz, hohe Eigenverantwortung und kurze Wege. So könne beispielsweise ein Softwareentwickler am neuen Campus seinen gerade erst geschriebenen Code sofort und mit wenigen Schritten im Fahrzeug testen.

Softwareentwicklungsprozesse beschleunigen

Die offene Campusstruktur biete gute Rahmenbedingungen für agile Arbeitsmodelle. Sie stellen für BMW einen wichtigen Baustein für eine zukunftsfähige und effiziente Entwicklung dar. Der Hersteller wendet die agilen Arbeitsmodelle flächendeckend für einen ganzen Fachbereich an: Von der Forschung bis zur Serienentwicklung erfolgt die gesamte Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen und autonomem Fahren in diesen neuen Strukturen.

Dabei bearbeiten kleine, interdisziplinär zusammengesetzte Teams einzelne Teilprozesse eigenverantwortlich und End-to-End. Durch ihre hohe Flexibilität können sie schnell und effektiv auf neue Anforderungen reagieren. Der gesamte Softwareentwicklungsprozess gewinnt dadurch einerseits an Geschwindigkeit und kann andererseits eine extrem hohe Komplexität handhaben.

Mit Material von dpa

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