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Elektromobilität BMW eröffnet Speicherfarm im Werk Leipzig

| Redakteur: Svenja Gelowicz

Zweitnutzung von BMW i3-Hochvoltspeichern für ein neues Geschäftsmodell: Die BMW Group nimmt in Leipzig eine Speicherfarm in Betrieb – sie beherbergt bis zu 700 gebrauchte Batteriespeicher.

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Werkleiter Hans-Peter Kemser, Vorstandsvorsitzender Harald Krüger, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Joachim Kolling, Leiter BMW Group Energy Services, (v. li.) nehmen die BMW Speicherfarm Leipzig in Betrieb.
Werkleiter Hans-Peter Kemser, Vorstandsvorsitzender Harald Krüger, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Joachim Kolling, Leiter BMW Group Energy Services, (v. li.) nehmen die BMW Speicherfarm Leipzig in Betrieb.
(Bild: christophbusse.de)

BMW hat gestern (26. Oktober) auf dem Werksgelände in Leipzig eine Speicherfarm eröffnet: Ziel ist die Zweitnutzung von Autobatterien am Ende eines Fahrzeuglebens. Die Batteriefarm in Leipzig beherbergt bis zu 700 gebrauchte BMW i3-Batteriespeicher. Aktuell sind 500 neue und gebrauchte Hochvoltspeicher integriert, denn heute – vier Jahre nach der Markteinführung des BMW i3 – sind die meisten Speicher noch in den Fahrzeugen unterwegs.

Kapazität: 100.000 km im i3

„Die Kapazität der 700 Hochvoltspeicher entspricht einer elektrischen Reichweite von 100.000 km im i3. Aufgrund des skalierbaren Ansatzes ist die Farm in Bezug auf die Anzahl der Speicher erweiterbar. Darüber hinaus ist sie bereits heute kompatibel mit kommenden Speichergenerationen und damit zukunftssicher“, betont Joachim Kolling, Leiter Energy Services bei der BMW Group.

Mit den Windrädern auf dem Werksgelände verknüpft die Speicherfarm die dezentrale Eigenerzeugung aus erneuerbaren Energien mit einem lokalen Energiespeicher sowie einem industriellen Großverbraucher. Die Speicherfarm ist zudem in das öffentliche Stromnetz integriert, was die Vermarktung von Primär-Regelleistung ermöglicht. So kann die Speicherfarm in Zeiten eines Überangebots an Strom aus erneuerbaren Energien das Stromnetz durch die Aufnahme von Strom entlasten. In Zeiten eines zu geringen Stromangebots im Netz kann der Speicher wiederum Strom beisteuern.

Die Speicherfarm in Leipzig ist ein Projekt im Rahmen der „WindNODE“-Initiative, die sich die Förderung intelligenter Nutz- und Speichersysteme von erneuerbaren Energien zur Hauptaufgabe gemacht hat.

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