Fahrbericht

BMW X4 20d: Noch ohne Konkurrenz

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Innenraum mit kleinen Mängeln

Die Qualität im Innenraum des X4 ist BMW-typisch gut. Die Sitze sind bequem und geben einen stabilen Seitenhalt. Das Lenkrad liegt gut in der Hand und hat die bekannten Funktionen inne. Insgesamt ist alles gut verarbeitet und wirkt harmonisch. Einzig die kratzanfällige Mittelkonsole trügt den Eindruck. In der Mittelkonsole befindet sich, wie auch bei anderen BMW-Modellen, der iDrive-Controller mit dem sich im Prinzip alle Funktionen steuern lassen. Links davon sind die „Fahrerlebnisschalter“ mit den verschiedenen Fahr-Modi: Comfort, Sport, Sport+ und Eco Pro. Die halten auch was sie versprechen. In Eco Pro ist das Fahrwerk weicher, das Getriebe schaltet schneller und Benzin wird gespart. In Sport+ wird der gesparte Kraftstoff direkt wieder verbraucht. Das Fahrwerk ist härter und die Gänge werden höher ausgedreht. Comfort ist in etwa eine Mischung aus den beiden Modi. Der Normverbrauch liegt nach BMW-Angaben zwischen 5,1 und 5,5 Liter auf 100 Kilometer. Bei unseren Testfahrten haben wir durchschnittlich zwischen acht und neun Liter verbraucht.

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Obwohl wir ein fast zwei Tonnen schweres SUV fuhren, hat uns der X4 mit seiner direkten Lenkung überrascht. Bei schnellen Kurven oder abrupten Richtungswechseln war die Rückmeldung beinahe die eines Sportwagens. Die Münchner bieten ihr Nischenprodukt mit sechs verschiedenen Motorisierungen an: drei Diesel und drei Benziner. Die Leistung reicht von 135 kW (184 PS) bis 230 kW (313 PS). Mehr Power hat nur der M40i mit 240 kW (360 PS). Der von uns getestete BMW X4 20d leistet 140 kW (190 PS) mit einem Drehmoment von 400 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 212 km/h und der Sprint auf 100 km/h dauert nur acht Sekunden. Das „Sports Activity Coupé“ kostet in der Ausstattung „Advantage“ stolze 48.200 Euro, das sind 3.800 Euro mehr als der vergleichbare BMW X3. Mit zusätzlichen Extras ist man schnell über 50.000 Euro, was bei unserem Testfahrzeug der Fall war.

Mit dem BMW X4 wollen die Münchner eine ähnlich erfolgreiche Geschichte wie mit dem X6 schreiben. Die Zeichen stehen gut, denn bislang gibt es noch keine direkte Konkurrenz für dieses Segment. Diese wird bei guter Resonanz aber nicht lange auf sich warten lassen – denn Mercedes dürfte im Hebst 2016 sein GLC Coupé präsentieren.

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Über den Autor

 Jens Scheiner

Jens Scheiner

Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE