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Wirtschaft BMW: Ziele erreicht – Modelloffensive folgt

Autor / Redakteur: Thomas Günnel, Christian Otto / Thomas Günnel

BMW hat im vergangenen Geschäftsjahr seine Ziele erreicht. Für das aktuelle Jahr plant der Automobilhersteller weiteres Wachstum – für die beiden kommenden Jahre eine große Modelloffensive.

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BMW hat am 21. März seine Geschäftszahlen des Geschäftsjahres 2016 vorgestellt.
BMW hat am 21. März seine Geschäftszahlen des Geschäftsjahres 2016 vorgestellt.
(Bild: BMW)

Die BMW Group hat auch im Jahr 2016 ihre Ziele erreicht und Bestwerte bei Absatz, Umsatz und Gewinn erzielt. Wie das Unternehmen auf seiner Bilanzpressekonferenz bekanntgab, kletterten die Auslieferungen um 5,3 Prozent auf rund 2,4 Millionen Autos. Der Konzernumsatz stieg um 2,2 Prozent auf 94,163 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern stieg um 4,8 Prozent auf die Bestmarke von 9,665 Milliarden Euro nach 9,224 Milliarden Euro im Vorjahr. Unterm Strich bleiben 6,91 Milliarden Euro Überschuss in der Kasse. Von der Marke BMW wurden im Jahr 2016 zum ersten Mal in ihrer Geschichte mehr als zwei Millionen Fahrzeuge an Kunden übergeben, die Auslieferungen stiegen um 5,2 Prozent. Der Absatz elektrifizierter Fahrzeuge verdoppelte sich 2016 beinahe auf mehr als 62.000 Einheiten. Mini steigerte die Verkäufe um 6,4 Prozent auf 360. 233 Autos. Rolls-Royce kam auf 4.011 Auslieferungen (+6,0 Prozent) und das zweitbeste Ergebnis in seiner 113-jährigen Geschichte.

Modelloffensive geplant

Einen Ausblick auf die Strategie bei Modellen und gegenüber den Wettbewerbern gab die Fragerunde am Ende der Pressekonferenz. Dass BMW den Spitzenplatz in der Oberklasse an Daimler verloren hat, dürfte BMW-Chef Harald Krüger ärgern. Dennoch: „Wettbewerb spornt an. Auf der Group-Ebene sind wir weiter die Nummer eins. Der Nummer-Eins-Anspruch bezieht sich nicht nur auf den Absatz. Dazu zählen ein Set von Kriterien, wie der Markenwert, wo BMW weiter ganz vorn steht“, beantwortete der BMW-Chef eine entsprechende Frage.

Diese Werte sollen sich in den neuen Modellen wiederfinden, die der OEM plant. „Wir werden 2017 und 2018 insgesamt über 40 neue und überarbeitete Modelle unserer drei Premiummarken auf den Markt bringen. Für den erfolgreichen Auftakt hat im Februar der neue BMW 5er gesorgt, der in seinem Segment der Businesslimousinen Maßstäbe setzt“, sagte Krüger. Der X2 und der X7 sind zwei Beispiele der geplanten Modelloffensive. Der Diesel spiele dabei weiter „eine fundamentale Rolle, um die CO2-Ziele zu erreichen. Gleichzeitig wolle man aber die Komplexität in den Modellreihen verringern, zum Beispiel bei den Antriebsvarianten: „Wir werden für die Produkte und Märkte Motor- und Antriebsvarianten reduzieren beziehungsweise auch bei den Ausstattungsvarianten nicht an allen Märkten die komplette Breite anbieten. Komplexität ist ein Fixkostentreiber“, erklärte Krüger.

Eine Antriebsart wird dabei definitiv nicht auf der Strecke bleiben: der Elektroantrieb. „Mitte 2017 – keine vier Jahre nach dem Marktstart des BMW i3 – werden wir acht Plug-in-Hybrid-Modelle im Angebot haben und noch dieses Jahr unser 200.000stes elektrifiziertes Fahrzeug ausliefern“, sagte Krüger. Die beiden rein-elektrischen Modelle Mini und X3 sollen den Startschuss geben für die „zweite Welle der Elektrifizierung“.

Mit Material von Ampnet

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