Investition Borg Warner schiebt Schaltkreisspezialisten an

Redakteur: Nick Luhmann

Der US-amerikanische Autozulieferer Borg Warner steckt Geld in einen kalifornischen Entwickler leichter und großflächiger Schaltkreise für Leistungselektronik. Der Anbieter will damit seine Fertigungskapazitäten erhöhen.

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(Bild: Borg Warner)

Borg Warner hat bereits Anfang Juni in das US-Unternehmen Cellink investiert. Laut einer aktuellen Pressemitteilung des Zulieferers soll die Maßnahme dazu beitragen, dass Ende des Jahrzehnts knapp die Hälfte des Unternehmensumsatzes mit Produkten für Elektrofahrzeuge erwirtschaftet werden kann. Über die Höhe der Beteiligung machte Borg Warner keine konkreten Angaben.

„Die überlegene Schaltkreis-Technologie von Cellink eignet sich bestens für eine breite Palette von Fahrzeuganwendungen und hat großes Potenzial für Batteriesysteme und Fahrzeugverkabelungen der nächsten Generation“, wird Borg-Warner-CTO Harry Husted in der Mitteilung zitiert.

Cellink mit Sitz im kalifornischen San Carlos stellt flexible Schaltkreise her, die die elektrischen, thermischen und mechanischen Systemeigenschaften von Batterien und anderen Geräten verbessern sollen, die Strom- und Datenübertragung benötigen. Schaltkreise von Cellink können größere Flächen abdecken, sind aber laut Anbieter trotzdem leichter und benötigen weniger Platz als herkömmliche flexible Schaltkreise. Sie sollen elektrisch sowie thermisch leitfähiger und zudem billiger sein.

Außerdem erfordern sie keine speziellen Werkzeuge. Über die Batterieanwendungen in Elektrofahrzeugen hinaus ermöglichen die Schaltkreise der Kalifornier elektronische Fahrzeugarchitekturen der nächsten Generation, bei denen Hochleistungs- und Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung in einer einzigen flexiblen Schaltung zusammengefasst werden können. Das soll die elektrischen Verteilersysteme in Fahrzeugen drastisch vereinfachen.

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