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Im Interview: Rolf Bulander Bosch: „Die Zuliefererstruktur bleibt ausgeprägt“

| Autor / Redakteur: Christian Otto / Thomas Günnel

Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions von Bosch, spricht mit »Automobil Industrie« unter anderem über Zusammenarbeit bei Zukunftsthemen und den Anspruch, führender Zulieferer im Bereich Elektromobilität zu werden.

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Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions von Bosch
Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions von Bosch
(Bild: Bosch)

Wir können sehr früh Trends erkennen. Wir leisten uns eine Forschung, die Zukunftstechnologien früh angeht. Am Anfang stehen die Fragen: Was wird die Welt bewegen? Wie können wir dafür einen Beitrag leisten? Danach richten wir uns strategisch aus, um frühzeitig in Kompetenzen zu investieren, von denen wir glauben, dass sie relevant sind. Da hilft uns unsere finanzielle Unabhängigkeit sehr.

Wie gelingt einem so großen Konzern der Spagat zwischen dem klassischen Zulieferergeschäft und den neuen digitalen Themen, die eine gewisse Start-up-Mentalität erfordern?

Beide Arten zu arbeiten sind gleich wertvoll. Deshalb müssen Sie beide pflegen. Die Massenproduktion von beispielsweise Injektoren erfordert eine andere Herangehensweise als ein Software-Start-up. Eigentlich braucht es jedoch beide Mentalitäten. Das zeigt unser E-Bike-Geschäft, bei dem wir mittlerweile Marktführer für elektrische Antriebssysteme sind: Dort herrscht mit Blick auf die Kunden und die Entwicklungsprozesse eine komplette Start-up-Mentalität. Aber wenn es ums Produkt geht, kommt unsere Erfahrung mit der Serienfertigung zum Tragen. Es ist spannend, wie sich die beiden Kulturen gegenseitig ergänzen.

Über den Autor

 Christian Otto

Christian Otto

stellvertretender Chefredakteur, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE