Antriebstechnik Bosch entwickelt CVT-Getriebe für E-Autos

Autor / Redakteur: sp-x / Tanja Schmitt

Eigentlich reicht bei Elektroautos ein einstufiges Getriebe. Weitere Übersetzungen sind aber auch beim E-Antrieb vorteilhaft.

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Bosch hat ein CVT-Getriebe für E-Autos entwickelt.
Bosch hat ein CVT-Getriebe für E-Autos entwickelt.
(Bild: Bosch)

Bei höheren Reisegeschwindigkeiten oder als Zugfahrzeug sind Elektroautos gegenüber Verbrennern in der Regel unterlegen. Schuld sind die zumeist einstufigen Getriebe der Stromer. Bosch hat deshalb eine stufenlose Automatik, das „CVT4EV“, entwickelt, um diese Nachteile von Elektroautos auszugleichen.

Mit dem Getriebe lassen sich Drehzahl und Drehmoment des Antriebs frei steuern. Bei niedriger Geschwindigkeit sorgt eine kleine Übersetzung für bessere Beschleunigung und Fahreigenschaften am Berg. Zudem lässt sich mehr Drehmoment und damit mehr Zugkraft im Hängerbetrieb bereitstellen.

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Bei hohem Tempo steht hingegen eine große Übersetzung bereit, bis zu vier Prozent effizienter kann der Antrieb so laut Bosch arbeiten. Außerdem sind höhere Geschwindigkeiten möglich.

Höhere Reichweiten möglich

Konstruktiv hat die Variante mit stufenlosem Getriebe durchaus Vorteile: Der E-Motor kann mit weniger Drehzahl laufen und muss weniger Drehmoment liefern – die Aggregate können entsprechend kompakter und günstiger sein. Bleibt der Motor gleich, wären durch die Kombination mit dem CVT höhere Reichweiten möglich; beziehungsweise ließe sich das Verhältnis von Reichweite und Akkugröße besser balancieren.

Der Antriebsstrang besteht aus dem CVT-Modul, Inverter, Elektromotor und Achsantrieb mit einer an das Fahrzeug angepassten Übersetzung. Das Getriebe eignet sich laut Hersteller für leichte Nutzfahrzeuge, Mittelklasseautos und Sportwagen.

Einsatz ab 2025

Bislang handelt es sich beim CVT4EV um ein Konzept, das auf viele Komponenten der niederländischen Tochtergesellschaft Bosch Transmission Technology B.V. zurückgreift. Das in Tilburg ansässige Unternehmen ist spezialisiert in der Entwicklung und Serienproduktion von Schubgliederbändern für stufenlose Getriebe. Ein komplettes Getriebe wird es frühestens 2025 geben; gefertigt von spezialisierten Getriebezulieferern.

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