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Elektronik Bosch entwickelt Sensor für Telematik und Navigation

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Der neue Beschleunigungssensor soll für eCall-Notruf und Navigationssysteme nutzbar sein und Neigung, Bewegung, Vibration und Erschütterung messen.

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Der Beschleunigungssensor liefert Informationen für Infotainment- und Telematik-Anwendungen im Fahrzeug.
Der Beschleunigungssensor liefert Informationen für Infotainment- und Telematik-Anwendungen im Fahrzeug.
(Foto: Bosch)

Bosch hat einen dreiachsigen Beschleunigungssensor entwickelt, der Informationen für Infotainment- und Telematik-Anwendungen im Fahrzeug liefert. „Bisher nutzten Fahrzeughersteller die Daten von Beschleunigungssensoren hauptsächlich für Sicherheitssysteme“, sagt Dr. Frank Schäfer, Leiter des Produktmanagement Automotive MEMS-Sensoren.“ Der neue Sensor soll für eCall-Notruf und Navigationssysteme nutzbar sein und Beschleunigungen auf drei rechtwinkligen Achsen ermitteln sowie Neigung, Bewegung, Vibration und Erschütterung messen. Die Produktion startet Ende 2015.

Kleinster Beschleunigungssensor weltweit

Mit einer Baugröße von nur 2x2 Millimeter soll der Beschleunigungssensor SMA130 der weltweit kleinste Beschleunigungssensor für Anwendungen im Kraftfahrzeug sein. Dadurch liesse er sich einfach in das Fahrzeug integrieren und trotz der geringen Größe Messwerte zwischen ±2 g und ±16 g in 14-bit Auflösung liefern. Der Stromverbrauch soll bei 130 Mikroampere liegen und sich durch fünf benutzerdefinierte Stromspar-Modi auf bis zu ein Mikroampere reduzieren lassen.

Neben Daten zur Fahrzeugbeschleunigung, die zum Beispiel für den eCall-Service oder für die Fahrzeugalarmanlage relevant sind, soll der Sensor auch das Navigationssystem bei schlechtem GPS-Empfang mit zusätzlichen Informationen unterstützen können. Bei übereinanderliegenden Fahrbahnebenen soll er die Neigungsdaten des Fahrzeugs an das Navigationssystem schicken und dadurch die Fahrzeugposition präzise bestimmen können.

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