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Zulieferer Bosch eröffnet smarte Fabrik in Thailand

| Redakteur: Jens Scheiner

Bosch hat seine erste Smart Factory in Thailand eröffnet. Das neue Werk für Einspritztechnik setzt auf vernetzte Fertigung und ist zugleich Forschungs- und Entwicklungszentrum. Insgesamt sollen 800 neue Arbeitsplätze entstehen.

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Das neue Werk für Einspritztechnik setzt auf vernetzte Fertigung und ist zugleich Forschungs- und Entwicklungszentrum.
Das neue Werk für Einspritztechnik setzt auf vernetzte Fertigung und ist zugleich Forschungs- und Entwicklungszentrum.
(Bild: Bosch)

Nach eineinhalbjähriger Bauzeit hat Bosch ein neues Werk für Einspritztechnik in Hemaraj, 130 Kilometer östlich der thailändischen Hauptstadt Bangkok eröffnet. Es ist die erste Smart Factory in Thailand und insgesamt das zweite Bosch-Werk für Mobilitätslösungen. Seit 2015 bis Ende 2017 wird Bosch insgesamt rund 80 Millionen Euro in die neue Smart Factory in Thailand investiert haben. Auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern rollen unter anderem Einspritzventile, Verbindungstechnik und Klopfsensoren vom Band.

Mithilfe eines sogenannten „Active Cockpit“ analysieren Mitarbeiter in der Fertigung Daten aus der laufenden Produktion. Diese Industrie 4.0-Technologie vereint zahlreiche Informationen in Echtzeit. Der neue Standort in Hemaraj verfügt zudem über ein Zentrum für Forschung und Entwicklung. Dort arbeiten rund 60 Mitarbeiter an der Weiterentwicklung von Benzineinspritzsystemen. „Es ist unser erstes Forschungs- und Entwicklungszentrum im Land. Darauf sind wir besonders stolz“, so Peter Tyroller, Geschäftsführer der Bosch-Gruppe mit Verantwortung für Asien-Pazifik. Wie das Unternehmen mitteilte sollen bis 2020 insgesamt 800 neue Arbeitsplätze in Hemaraj entstehen – 300 Mitarbeiter sind bereits im Einsatz.

Thailand und Vietnam: Wachstumstreiber für Südostasien

Auch in Vietnam plant Bosch seine Fertigung im kommenden Jahr auszubauen. In Dong Nai, nahe der Stadt Ho Chi Minh City, stellt Bosch seit 2011 Schubgliederbänder für stufenlose Automatikgetriebe her. Die Gesamtinvestition in den vietnamesischen Produktionsstandort wird sich damit von 2011 bis Ende 2018 auf mehr als 320 Millionen Euro belaufen. Um das Wachstum zu stützen, investiert Bosch nach eigenen Angaben im laufenden Jahr 120 Millionen Euro in Südostasien – 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Für 2018 sind Investitionen auf ähnlichem Niveau geplant. Ein großer Teil davon fließt nach Thailand und Vietnam. Das Geschäft in den beiden Ländern entwickelt sich besonders gut. „Thailand und Vietnam sind maßgebliche Treiber der guten Entwicklung von Bosch in Südostasien“, so Tyroller.

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