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Interview Brose: „Den Innenraum maßgeblich mitgestalten“

| Autor / Redakteur: Claus-Peter Köth / Christian Otto

Jürgen Otto, Vorsitzender der Geschäftsführung der Brose Gruppe, über seine Vision vom Interieur von morgen, weitere Produkt-Highlights der IAA, die Geschäftsentwicklung sowie die Fertigstellung des neuen Verwaltungsgebäudes in Bamberg.

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Jürgen Otto, 51, ist seit 1. Januar 2006 Vorsitzender der Geschäftsführung der Brose-Unternehmensgruppe.
Jürgen Otto, 51, ist seit 1. Januar 2006 Vorsitzender der Geschäftsführung der Brose-Unternehmensgruppe.
(Foto: Brose/ Daniel Löb)

Zunächst einmal bin ich mir sicher, dass wir durch die Entwicklung hin zum automatisierten Fahren eine völlig neue Form des Autofahrens erleben werden. Das Auto wird zum Wohn- und Arbeitsraum gleichermaßen. Den Weg dorthin will Brose maßgeblich mitgestalten. Schließlich geht die Flexibilität im Interieur in erster Linie über Verstellsysteme, eines unserer Kerngebiete. Wir sind Technologieführer beim Thema Mechatronik, also der intelligenten Verbindung von Mechanik, Elektrik und Elektronik. Daher ist es grundsätzlich unser Anspruch, immer einen Schritt vorauszudenken und neue Konzepte für Sicherheit, Komfort und Effizienz zu finden. Unsere Vision vom Fahrzeugzugang und dem variablen Innenraum von morgen ist ein gutes Beispiel dafür: Sie kombiniert unsere Produktfelder Schließsysteme, Türsysteme und Sitzverstellungen in idealer Weise.

Sind die elektrische Ölpumpe und der Kältemittelverdichter zwei Beispiele für die Weiterentwicklung des Geschäftsfelds Elektromotoren?

Definitiv. Die Ölpumpe bedeutet für uns den Schritt hin zum Systemlieferanten in der Getriebeaktuatorik, da das System den Motor, die Steuerelektronik und die Pumpe zu einer Einheit zusammenfasst. Auf dem gleichen Ansatz basiert unser elektrisch angetriebener Kältemittelverdichter: Er übernimmt die Funktionen einer Klimaanlage oder Wärmepumpe auch dann, wenn der Verbrennungsmotor über längere Zeit abgeschaltet ist. Und er funktioniert auch in Hybrid- und Elektrofahrzeugen sowohl im Bordnetz mit 48 Volt als auch im Hochvoltbetrieb.