VW-Vorstand Zellmer Chipmangel stoppt Produktion: VW muss um jedes Auto kämpfen

Redakteur: Svenja Gelowicz

Der Autobranche fehlen elektronische Bauteile. Gerade VW trifft der Engpass hart: „Wir werden 2021 um jedes Auto kämpfen“, kündigt Vertriebsvorstand Klaus Zellmer im „Handelsblatt“ an.

VW-Vertriebschef Klaus Zellmer.
VW-Vertriebschef Klaus Zellmer.
(Bild: Volkswagen)

Die weltweite Nachfrage in der Autobranche für Computerchips übersteigt gerade das Angebot. Dieser Mangel bei elektronischen Bauteilen setzt gerade auch Volkswagen unter Druck. Vor allem die Golf-Fertigung in Wolfsburg gerate dadurch in Verzug, sagte VW-Vertriebsvorstand Klaus Zellmer dem „Handelsblatt“ am Montag (4. Januar). Die Produktion des Modells wurde daher vor Weihnachten gestoppt und soll laut Zellmer erst Mitte Januar wieder aufgenommen werden.

„Wir werden 2021 um jedes Auto kämpfen.“ Bereits Anfang Dezember des vergangenen Jahres haben die Engpässe bei elektronischen Bauteilen für Schlagzeilen gesorgt. Neben Autobauern wie Volkswagen sind auch Zulieferer wie Bosch oder Conti davon betroffen.

Die Situation könnte sich Zellmer zufolge im zweiten Quartal des laufenden Jahres verbessern. Mit „absoluter Sicherheit“ könne das allerdings niemand vorhersagen, so der Manager.

ID 4: Updates over-the-air

Zellmer kündigte außerdem an, in der zweiten Jahreshälfte erstmals Softwareupdates over-the-air möglich zu machen. „Unsere Entwickler arbeiten mit Hochdruck daran. Der neue Golf ist noch nicht dabei, den Anfang machen wir mit den vollelektrischen Modellen“, sagte der VW-Vertriebschef. Der ID 4 soll dabei den Anfang machen. „Da entsteht ein völlig neues Geschäftsfeld für uns. Bislang erzielt Volkswagen seine Umsätze überwiegend mit dem Verkauf der Autos.“

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