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Vauxhall CMT-Schweißen jetzt auch bei Vauxhall

| Redakteur: Claus-Peter Köth

Fast zeitgleich mit den Kollegen vom Opel-Werk in Bochum hat Vauxhall in Ellesmere Port, England, das CMT- (Cold Metal Transfer)-Verfahren zum Schweißen von Türscharnierschenkeln für

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Fast zeitgleich mit den Kollegen vom Opel-Werk in Bochum hat Vauxhall in Ellesmere Port, England, das CMT- (Cold Metal Transfer)-Verfahren zum Schweißen von Türscharnierschenkeln für den Astra eingeführt. Die Bedingungen im Rohbau unterscheiden sich aber in einigen Punkten. So hinterfüttert Vauxhall das 0,8 Millimeter dünne Material der Karosserie aus Festigkeitsgründen mit einem 1,2 Millimeter dicken Blechstück, das jedoch nur über einen Teil der Türsäulenbreite reicht. Aus konstruktiven Gründen wird die Fügefläche der Türsäule mit den Blechstücken gepunktet. Mit vier bis sechs Millimeter hat der Schenkel eine keilähnliche Form; an seinem Ende ist der zu füllende, gleichfalls keilförmige Spalt zwei Millimeter breit.

Das Konzept ist laut Vauxhall absolut prozesssicher: Roboter fixieren die Tür mit dem exakt positionierten Scharnier, während der Schweißroboter praktisch spritzerfrei arbeitet. Sechs Nähte statt vier sind es nun während der Taktzeit. Für die Naht an der Türinnenseite, die für den Roboter nicht zugänglich ist, hat der Werker ausreichend Zeit, vor allem, weil sie eine Fallposition einnimmt und die vorher schwierig zu bearbeitende dritte Naht in Überkopfposition bereits der Roboter CMT-geschweißt hat. Dieser Prozess gleicht auch die fertigungsbedingten Toleranzen der Karosserie- und Türteile aus.

Den bisherigen Engpass in der Türenmontage aufzulösen, ist für Pete Roberts, leitender Schweißingenieur im Body Shop, nur ein Vorteil des CMT-Verfahrens. „Zusätzlich konnten wir die Kosten für den Schweißdraht senken. Statt 0,8 Millimeter Durchmesser verwenden wir jetzt Draht mit 1,2 Millimeter. Der ist günstiger und trägt wegen der besseren Abschmelzleistung wesentlich zu unserer Zeitersparnis bei.“ Außerdem bezahlt Vauxhall für das Schweißgas aus reinem CO2 nur noch die Hälfte dessen, was man zuvor für das Argon-Gemisch zu entrichten hatte. „Wegen des entfallenden teuren Argons sparen wir jährlich mehr als 20 000 Pfund“, so Roberts.

Ferner braucht man an der besagten Arbeitsstation nur noch einen statt vorher zwei Mitarbeiter. Alles in allem liege der Wert des ROI (Return on Investment), bezogen auf den Investitionsaufwand für die CMT-Systeme, unter sechs Monaten – weniger als die Hälfte dessen, was GM konzernweit für Ersatzinvestitionen vorgibt.

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