Produktion Constellium: „Erstmals komplexe Baugruppen aus Aluminium“

Autor / Redakteur: Hartmut Hammer / Thomas Günnel

Die Constellium N.V. – ehemals Alusuisse und Alcan – hat ihr Werk Dahenfeld bei Heilbronn um zwei vollautomatisierte Montagezellen erweitert; jetzt entstehen hier erstmals großformatige Strukturkomponenten aus Aluminium. Lionel Chapis, Managing Director Automotive Structures, erläutert die Technik und die Strategie dahinter.

Constellium hat sein Werk Dahenfeld erweitert und fertigt erstmals großformatige Strukturkomponenten aus Aluminium. Lionel Chapis, Managing Director Automotive Structures, spricht über die Technik und die Strategie dahinter.
Constellium hat sein Werk Dahenfeld erweitert und fertigt erstmals großformatige Strukturkomponenten aus Aluminium. Lionel Chapis, Managing Director Automotive Structures, spricht über die Technik und die Strategie dahinter.
(Bild: Constellium)

Herr Chapis, was konkret plant Constellium mit den neuen Fertigungsanlagen in Dahenfeld?

Wir liefern erstmals nicht nur einzelne Karosserie-Strukturteile, sondern komplette Baugruppen. Wir haben die Karosserie-Strukturteile auch bisher schon intensiv bearbeitet – zerspant, genietet, geschweißt, Oberflächenfinish. Neu ist, dass wir Bleche, Strangpressprofile und Gussteile aus Aluminium – und teilweise sogar Stahlbleche – jetzt zu komplexeren Baugruppen fügen. Dafür nutzen wir in den hochautomatisierten Fertigungszellen Fügetechniken wie Fließschrauben, Stanznieten, Kleben und Punktschweißen. Auf jeder der beiden neuen Montagezellen entsteht ein spezielles Strukturbauteil für einen Premium-Sportwagen. Allerdings sind die Vorrichtungen und Roboter so kompatibel, dass jedes Strukturbauteil auch ohne Probleme auf der anderen Montagezelle gefertigt werden könnte. Eine dritte Anlage bauen wir derzeit auf, die vierte wird 2019 in Betrieb gehen.

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 Hartmut Hammer

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Journalist