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Sechs Varianten der S-Klasse
Neben dem „Powerpack“ AMG S65 bietet Mercedes auch zwei „kleine“ Versionen an: das S 500 Cabriolet ausgestattet mit einem 455 PS starken V8 sowie die zweite AMG-Variante S 63 mit 585 PS starkem V8-Biturbo-Motor, 4-Matic-Allradantrieb und elektronischer Luftfederung. Mit den Cabriolets ist die S-Klasse-Familie knapp drei Jahre nach dem Start nun auf sechs Mitglieder angewachsen. Die „exklusiven Open-Air-Lounges“, so Mercedes-Benz, sind die ersten offenen Luxusviersitzer mit Stern seit 1971. Und sie sind zweifellos Repräsentanten des digitalen Zeitalters. Auf dem üppig dimensionierten Cockpit-Bildschirm läuft großes Mäusekino. Tacho, Drehzahlmesser & Co., alles nur noch digital. Sicher praktisch, denn die Variantenvielfalt erledigt jetzt die Software. Aber schön? Mittig zwischen Fahrer und Co-Pilot Großbildschirm Nummer zwei für Navigation, Infotainment etc. Für Traditionalisten ist es versöhnlich, dass es auch noch reichlich Knöpfe gibt. Bemerkenswert sind die bleistiftdicken Silberstifte, über die die Lüftungsauslässe reguliert werden und die – wirklich sehr luxuriös – nach Gebrauch im Armaturenbrett versenkt werden können.
Unter dem gut gepolsterten Stoffdach aus dem Hause Magna, das sich bis 60 km/h öffnen lässt, ist es so leise wie unter einem Stahldach. Bei offenem Dach sorgen diverse Helferlein für Open-Air-Komfort: der Nacken-Fön beispielsweise, der aus der Kopfstütze warme Luft pustet, oder die beheizbaren Armlehnen in der Mittelkonsole und in den Türen. Und wenn’s von oben heiß wird, kühlt der Sitz von unten.
Und wer kauft so ein Auto? USA, Deutschland und Kanada sind die wichtigsten Märkte. Aber auch Japan laufe gut, so Lutz Regelmann, verantwortlich für das Produktmanagement S-Klasse. In der Regel habe der gut betuchte S-Klasse-Cabrio-Kunde schon mehrere Autos in der Garage stehen und „ist Mercedes-Freund“, so der Marktexperte. Nur in China sollte er nicht zuhause sein, denn dort wird Mercedes die großen S-Klasse Cabriolets vorerst nicht anbieten. Weil Chinesen einfach keine Oben-Offen-Enthusiasten sind. Die Luft ist schlecht und die Chinesinnen fürchten um ihren hellen Teint.
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