Elektroauto-Batterie „Die Schnellladefähigkeit wird bald wichtiger sein als die Reichweite“

Das Gespräch führte Sven Prawitz

EAS Batteries will eine neue Lithium-Ionen-Zelle massentauglich machen. Der thüringische Zulieferer entwickelt dafür ein spezielles Extrusionsverfahren für die Elektrodenherstellung. Geschäftsführer Michael Deutmeyer über das Projekt und den vermeintlichen Vorsprung asiatischer Lieferanten.

Michael Deutmeyer ist Geschäftsführer von EAS Batteries.
Michael Deutmeyer ist Geschäftsführer von EAS Batteries.
(Bild: EAS Batteries)

In Deutschland wird eine Lithium-Ionen-Zelle mit neuartigen Elektroden entwickelt, die das Potenzial haben soll, in sehr großen Stückzahlen für Antriebsbatterien eingesetzt zu werden. Neun Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind am Projekt „Headline“ beteiligt (Liste siehe unten). Koordiniert wird es vom Zulieferer EAS Batteries. Dessen Geschäftsführer Michael Deutmeyer erklärt das Potenzial des speziellen Herstellverfahrens und warum die Zelle „der Renner“ werden könnte.

Wir haben die Chance, den neuen Standard in der Elektrodenproduktion zu entwickeln – mit riesigen Skaleneffekten.

Herr Deutmeyer, was ist der Ausgangspunkt des Projekts „Headline“?

Unsere Kernkompetenz haben wir bei Zellen mit besonders niedrigem Innenwiderstand. Unser Extrusionsverfahren für die Herstellung von Elektroden ist jedoch noch nicht auf die Massenproduktion optimiert. Unser Ziel ist es daher, das Extrusionsverfahren zu skalieren und dabei die guten Eigenschaften der Zellen beizubehalten oder sogar zu verbessern.